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Hochaltingen im Landkreis Donau-Ries: Michael Walter gestaltet seinen Garten mit lebengroßen Blauwal-Motiv

Hochaltingen

Inspiriert durch „Timmy“: Michael Walter mäht einen lebensgroßen Blauwal in seinen Garten

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    So groß wirkt der Blauwal im Vergleich zu einem Lkw und Michael Walter auf seinem Rasentraktor.
    So groß wirkt der Blauwal im Vergleich zu einem Lkw und Michael Walter auf seinem Rasentraktor. Foto: Michael Walter

    Das größte Lebewesen der Erde misst bis zu 34 Meter – und Michael Walter aus Hochaltingen hat es sich in Originalgröße in den Garten geholt. Der Blauwal ist bereits der siebte Streich des 49-Jährigen, der seit 2020 jeden Sommer mit riesigen Motiven für Aufsehen sorgt. Die Idee kam dem Hobbyfotografen bei einem Drohnenflug. Als Walter über ein Senffeld bei Oettingen flog, entdeckte er ein riesiges Peace-Zeichen. „Dann kam mir der Gedanke: Ich nutze den Garten eigentlich für nichts, da kann ich mich doch ausprobieren“, sagt Walter.

    Walter gestaltete das Blauwalmotiv mithilfe von Google Maps

    Mit dem Blühen der Wiese im Jahr 2020 folgte der erste Versuch: ein Froschgesicht. In den Folgejahren wurde es „Pac-Man“, acht Meter große Fußabdrücke oder „150 Jahre FFW Hochaltingen“ – was ihn bisher am meisten Arbeit kostete. „Da musste ich für jeden einzelnen Buchstaben eine Vorlage machen und diese exakt ausmähen“, erzählt er.

    So blüht die Margeriten nach einer Weile im Blauwal-Motiv.
    So blüht die Margeriten nach einer Weile im Blauwal-Motiv. Foto: Michael Walter

    Der Blauwal gestaltete sich simpler, so Walter. Mithilfe von Google Maps druckte er seinen eigenen Garten aus und zeichnete auf, „ob es überhaupt hinhaut“. Rund zehn Stunden stecken im Blauwal-Motiv samt Wellengang. Damit das Motiv bleibt, müsse Walter alle zwei Wochen über eine Stunde lang nachmähen. Im August endet das Spektakel: Wenn das Gras schwächer wird, mäht Walter das Motiv ab und die Biomasse landet in der Biogasanlage.

    „Man hätte den Wal in Ruhe lassen sollen“, sagt Walter über die „Timmy“-Berichterstattung

    Die diesjährige Inspiration kam Walter durch die Berichterstattung um den Buckelwal „Timmy“. Das Schicksal des an der Ostsee gestrandeten Tieres machte ihn betroffen, auch wenn er den medialen Rummel schnell als übertrieben empfand. „Man hätte den Wal in Ruhe lassen sollen“, sagt er. Die Lebensgröße eines Buckelwals war dem 49-Jährigen für den eigenen Garten jedoch zu klein – er entschied sich für den größten aller Wale. Und warum der ganze Aufwand? „Ich sehe es nicht als Kunst, aber als Zeitvertreib“, sagt der Hochaltinger. „Es macht einfach Spaß.“

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