Angehörige, Betreuungskräfte und Interessierte erlebten einen spannenden Nachmittag im Zeichen der Kunst mit Karin Funke, Diplom Grafik-Designerin, Betreuungskraft und Palliativbegleiterin im schönen Wappensaal im Schloss Hochaltingen. Auch Heike Meyr, Fachbereichsleiterin für Besondere Soziale Angelegenheiten vom Landratsamt Donau-Ries, besuchte die Veranstaltung. Zunächst wurde von den Teilnehmern das Thema Kunst im Allgemeinen erkundet und speziell im Hinblick auf Menschen mit Demenz. Warum verspürt der Mensch ein tiefes Bedürfnis, sich künstlerisch auszudrücken? Wie unterstützen wir erkrankte Menschen dabei, dieses Grundbedürfnis zu erfüllen? In kleinen, klaren Schritten wurden praxisbewährte Handlungsanleitungen, Vorgehensweisen, Tipps und Tricks erklärt und gezeigt. Warum eignet sich Aquarellmalerei besonders gut für die Arbeit mit eingeschränkten Menschen, obwohl sie als anspruchsvolle Technik gilt? Dieser vermeintliche Nachteil wird zum Vorteil, denn die Unberechenbarkeit der Farbe nimmt einem unsicheren Menschen die Verantwortung für ein "gelungenes" Bild ab. Es soll keine Arbeit sein, kein Leistungsdruck entstehen, sondern ein entspanntes, meditatives Zusammenspiel zwischen Mensch und Farbe ohne "richtige" oder "falsche" Ergebnisse. Nach einer Pause, wurden die in früheren Aquarellkursen entstandenen Werke bestaunt und selbst zum Pinsel gegriffen. Dabei wurden erste Erfahrungen mit der leichten, zarten und doch so eigenwilligen Farbe gesammelt. Viel zu früh endete der lehrreiche und inspirierende Workshop, aus dem alle viel mitnahmen. Karin Funke hofft bald noch weitere solcher Workshops anbieten zu können.
Hochaltingen
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