Das Nördlinger Kraterbad ist erst im Februar dieses Jahres eröffnet worden. Was viele Besucherinnen und Besucher vielleicht nicht wissen: Im neuen Hallenbad gibt es unter Wasser ein Kamerasystem, das Badeunfälle verhindern soll. Dennoch kam es in der vergangenen Woche genau zu solch einem Unfall, ein Mädchen wurde reglos im Lehrschwimmbecken gefunden. Die Sechsjährige konnte allerdings reanimiert werden und ging laut Auskunft der Stadtverwaltung zu Fuß zum herbeigerufenen Rettungshubschrauber. Mehr ist zu ihrem Gesundheitszustand nicht bekannt. Warum das System in diesem Fall gar nicht anschlagen konnte, erklärt die Sprecherin der Stadtverwaltung, Helena Ott.
Frau Ott, im neuen Hallenbad im Rieser Sportpark gibt es eine neue Technik, die Badeunfälle verhindern soll. Wie funktioniert sie?
HELENA OTT: Im Kraterbad Nördlingen wird ein Kamerasystem eingesetzt, das die Bewegungen der Badegäste im Wasser in Echtzeit analysiert und auffällige Muster wie regungsloses Treiben oder ungewöhnliches Verhalten erkennt. Im Notfall alarmiert das System sofort das Aufsichtspersonal und ermöglicht so ein schnelleres Eingreifen. Es ersetzt jedoch nicht die menschliche Aufsicht, die unser Bäderpersonal unter der Leitung von Martin Gruber leistet.
Wie wird diese Technik im Alltag genutzt?
OTT: Im Badealltag läuft das System im Hintergrund dauerhaft mit und überwacht alle Becken, ohne den Badebetrieb zu stören.
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