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Landkreis Donau-Ries: So meistern Eltern Stress bis zu den Sommerferien

Landkreis Donau-Ries

So meistern Eltern Stress bis zu den Sommerferien

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    Das sogenannte "Elterntaxi" springt derzeit beim Weg der Kinder von Schule über Verein zu Freundesbesuch häufig ein. Die Termine bedeuten oft Stress – auch für Eltern.
    Das sogenannte "Elterntaxi" springt derzeit beim Weg der Kinder von Schule über Verein zu Freundesbesuch häufig ein. Die Termine bedeuten oft Stress – auch für Eltern. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild, dpa (Symbolbild)

    Die freien Tage der Pfingstferien wünschen sich seit dieser Woche sicherlich nicht allein Kinder und Jugendliche zurück. Auch so mancher Elternteil dürfte im Spagat zwischen kindlichem Schulstress, dem Koordinieren sommerlicher Feste sowie der Organisation des Alltags die allzu fernen Sommerferien herbeisehnen. Wie dem Stress bestmöglich entgegentreten? Expertinnen aus dem Landkreis Donau-Ries geben Tipps.

    Als Mutter von zwei Grundschulkindern ist die Familienbeauftragte des Landratsamt Donau-Ries, Ursula Leinfelder, gerade selbst mit dieser Situation konfrontiert. Ein Familienkalender verhelfe als Erstes zu mehr Überblick über alle anstehenden Termine, meint sie. Im "Gemeinschaftsprojekt" Familienleben sollten Prioritäten gesetzt, Aufgaben gut organisiert und vor allem an mehrere Personen verteilt werden. 

    Im Sommer hilft der Kalender Eltern gegen Stress im Familienleben

    Einen "Mutter-Tipp" hat dazu Cornelia Blässing: Aufgaben abgeben. Die Leiterin der Rieser KJF-Stellen für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung unterstreicht die Bedeutung von Pausen. Wie Termine sollten Eltern diese einplanen, weiß auch Ursula Leinfelder, um darin "Kraft für anstehenden Aufgaben zu tanken".

    Gegen stressige Momente wappnet man sich vor allem mit guter Kommunikation – schon mit jüngeren Kindern, das hält Kinder- und Jugendpsychologin Blässing für notwendig. Wichtig ist ihr zufolge, gemeinsam vorab zu besprechen, was in der kommenden Woche anstehe. Enttäuschung und Frustration seien vermeidbar, wenn Kinder Termine kennen würden.

    Die AOK-Ernährungsberaterin erklärt: leichtere Küche – leichteres Leben

    Hilfe gelte es anzunehmen – Auftritt der Großeltern. Familienbeauftragte Leinfelder verweist auf übernommene Autofahrten und die Backfertigkeiten von so mancher Oma für Feste und Jubiläen. Und wer doch selbst in der Küche steht, solle nicht in Perfektionismus verfallen. 

    Am Herd lässt sich im Sommer sowieso Zeit einsparen. Ein Gespräch mit der AOK-Ernährungsberaterin Cornelia Zink macht klar: leichtere Küche – leichteres Leben. Salate mit reichlich Gemüse, Quark oder Joghurt mit Früchten würden hie und da beispielsweise aufwendige Abendessen ersetzen. Mit dem Nachwuchs, der beim Schneiden hilft, und viel Gemüse auf dem Rost wird dann auch das beliebte Grillen zu einer gesunden, gemeinsamen Auszeit im Garten. 

    Erziehungsberechtigte sollten Kinder allerdings nicht überfordern. Wo es mit der Versetzung in die nächste Klasse im Herbst schwierig aussehe, meint Erziehungsberaterin Blässing, würden gute Zusammenarbeit und Vorbereitung besser helfen als übermäßiger Druck. Das Einplanen von Lernfenstern geschehe dabei am besten unter kindlicher Mitbestimmung. Je älter der Nachwuchs, desto mehr Verantwortung könne er übernehmen. Eigenständig die Hausaufgaben zu machen, führe langfristig zu mehr Selbstständigkeit und zu weniger Stress – für alle.

    Denn das sei besonders wichtig, findet Ursula Leinfelder: "Halsen Sie sich nicht unnötig Aufgaben, Projekte und damit Stress auf, wenn Sie eh schon so viel zu tun haben."

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