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Letzte Absolventen der Liselotte-Nold-Schule: 114 Jahre Ernährungszweig schließen

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Ära von 114 Jahren endet: Letzte Absolventen verabschiedet

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    In Anwesenheit von Trägervertreter Pfarrer Dr. Philipp Beyhl wurden ein letztes Mal sechs Helferinnen der Ernährung und Versorgung die Zeugnisse überreicht. Eine andauernd mangelnde Nachfrage hat zur Schließung dieses Ausbildungszweiges an der Liselotte-Nold-Schule geführt.
    In Anwesenheit von Trägervertreter Pfarrer Dr. Philipp Beyhl wurden ein letztes Mal sechs Helferinnen der Ernährung und Versorgung die Zeugnisse überreicht. Eine andauernd mangelnde Nachfrage hat zur Schließung dieses Ausbildungszweiges an der Liselotte-Nold-Schule geführt. Foto: Anna-Lena Wizinger

    Auf drei Abschlussfeiern hat die Liselotte-Nold-Schule Ende Juli zwölf Pflegefachkräfte, 19 Pflegefachhelfer, acht Ergotherapeuten, 13 Kinderpflegerinnen und sechs Helferinnen für Ernährung und Versorgung verabschiedet. Im Gemeindezentrum St. Georg und in der Schul-Aula wurden diese in feierlichem Rahmen mit Reden, Musik und Buffet und in Anwesenheit zahlreicher Wegbegleiter aus Schule, Praxis und Familie geehrt.

    Als Klassenlehrer Frank Schwerin bei der Abschlussfeier der Pflegeausbildungen den neuen Pflegefachkräften einen kleinen Stein in Herzform in die Hände legte, verband er damit den Wunsch, dass den jungen Menschen nie die Kraft für ihre anspruchsvolle Aufgabe ausgehe. Der rote Jaspis soll die Lebensenergie steigern und bei Erschöpfung belebend wirken. Care-Berufe, das wurde auch in den anderen Ansprachen des Abends deutlich, verlangen, dass man sich ganz einbringt, über sich hinauswächst. Kompetent, einfühlsam, wachsam und mutig müssen sie sein, beschrieb die stellvertretende Schulleiterin Stephanie Wörrle das Anforderungsprofil des Pflegenden. Solches Wachstum brauche Unterstützung – vonseiten der Lehrkräfte und Praxisanleiter, aber auch durch die Angehörigen. „Ihr habt aufgefangen, ermutigt, mitgeweint“, bedankte sie sich bei den Familien der Absolventen.

    „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ (Konfuzis), das gab Klassenlehrerin Monika Hofer den neuen Pflegefachhelfer und -helferinnen mit auf den Weg.
    „Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen“ (Konfuzis), das gab Klassenlehrerin Monika Hofer den neuen Pflegefachhelfer und -helferinnen mit auf den Weg. Foto: Anna-Lena Wizinger

    Absolventen der Liselotte-Nold-Schule verabschiedet

    Mut, den Blick für das Wesentliche und die Liebe zu den anderen und sich selbst wünschte Schulleiterin Waltraud Bergmaier den Absolventen bei der Abschlussfeier der Ergotherapie. „Haben Sie den Mut, Risiken einzugehen und sich für die Dinge einzusetzen, die Ihnen am Herzen liegen.“ Nur wer sich auf das konzentriere, was wirklich zählt, könne seine Energie effektiv nutzen und so echte Erfüllung finden. Dabei sei es wichtig, sich selbst zu schätzen und anzuerkennen. Selbstliebe bedeute, auf eigene Bedürfnisse zu achten, sich Zeit für Ruhe und Erholung zu nehmen und sich nicht mit anderen zu vergleichen.

    Die Ergotherapie-Ausbildung, so Schulleiterin Waltraud Bergmaier, war eine Zeit, die Anstrengung und Durchhaltevermögen verlangt hat, aber auch Spaß machen könne.
    Die Ergotherapie-Ausbildung, so Schulleiterin Waltraud Bergmaier, war eine Zeit, die Anstrengung und Durchhaltevermögen verlangt hat, aber auch Spaß machen könne. Foto: Anna-Lena Wizinger

    „Bleibt in der Liebe“, stimmte auch Pfarrer Dr. Philipp Beyhl auf der Abschlussfeier der Ernährung und Versorgung und Kinderpflege das Thema mit Bezug auf 1 Joh 4,16 an. „Mir gefällt an dieser Liebe, dass sie nicht eindeutig ist, sondern vielfältig.“ Demut brauche es dazu, die Bereitschaft, sich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen. Und Neugierde: „Träumt von einem bunten Miteinander“, fordert er die Anwesenden auf. Eine solche gelebte Vielfalt sei „viel besser als ein graues Nebeneinander oder gar ein Ohneeinander“. Die Liselotte-Nold-Schule sei ein Schatz, weil Schüler sich in ihr weiterentwickeln können.

    Den Absolventinnen der Kinderpflege bescheinigte Klassenlehrerin Verena Wöller eine hohe Fähigkeit zur Motivation und Organisation.
    Den Absolventinnen der Kinderpflege bescheinigte Klassenlehrerin Verena Wöller eine hohe Fähigkeit zur Motivation und Organisation. Foto: Anna-Lena Wizinger

    Zweig der Ernähung und Versorgung in Nördlingen wird eingestellt

    Viele waren am Gelingen der drei Veranstaltungen beteiligt: Lehrkraft und Vorjahresabsolvent Simon Schneider mit Gesang und E-Gitarre und Musiklehrer Klaus Ortler am Klavier, Schüler und Lehrkräfte bei der Zubereitung und im Service an den reich bestückten Buffets. Viele Hände halfen dieses Mal zusammen, um das fehlende Catering der scheidenden Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung zu kompensieren. „Uns wird etwas fehlen“, resümierte Klassenlehrerin Judith Hornung denn auch das Ende einer 114 Jahre dauernden Ära. Eine andauernd mangelnde Nachfrage hat zur Schließung dieses Ausbildungszweiges an der Liselotte-Nold-Schule geführt.

    „Stolz. Erschöpft. Gerührt. Und bereit“, beschrieb Klassensprecher Anas Sabalill die Gemütslage der Absolventen und Absolventinnen der Generalistik-Ausbildung.
    „Stolz. Erschöpft. Gerührt. Und bereit“, beschrieb Klassensprecher Anas Sabalill die Gemütslage der Absolventen und Absolventinnen der Generalistik-Ausbildung. Foto: Anna-Lena Wizinger

    Jahrgangsbeste in der Pflegeausbildung sind Petra Schmidt mit einem Notenschnitt von 1,66 in der Generalistik und Anja Schabert und Stephanie Zieher in der Pflegefachhilfe mit einem Traumergebnis von 1,0. Über dieses Resultat kann sich auch Kinderpflegerin Daniela Daniels freuen, die mit Sabrina Berber (1,06) als Beste in der Kinderpflegeausbildung abgeschlossen hat. Ergotherapeutin Lena Pfaff-Stark absolvierte mit einem Notenschnitt von 1,18 ihre Ausbildung. Mit einem außerordentlich erfolgreichen Jahrgang verabschiedet sich die Ausbildung zur Helferin für Ernährung und Versorgung von der Schule. Maria Ruck (1,09) und Hanna Posch (1,18) dürfen sich über das beste Ergebnis freuen. (AZ)

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