Neue Gesichter, neue Ämter und ein Start in „sechs spannende, aber auch Jahre voller Herausforderungen“, wie Bürgermeister Thomas Heydecker sagte: Das war die konstituierende Sitzung des Oettinger Stadtrats. Große Projekte, wie etwa die Sanierung der Kläranlage kämen auf die Stadt zu. Der Bürgermeister wünschte sich, dass man auch in Zukunft neben der Kontroverse der Sache immer respektvoll, fair und auf Augenhöhe zusammenarbeite. Vertreten wird Heydecker künftig von zwei Stellvertretern.
Ob es die braucht, wurde zunächst diskutiert. Vor allem zu Stoßzeiten sei es eine Herausforderung, mit einem Vertreter alle Termine wahrnehmen zu können, sagte Heydecker. Auch hätten Städte in Oettingens Größenordnung eigentlich alle zwei Vertretungen. Deshalb schlage die Verwaltung vor, einen dritten Bürgermeister zu wählen. Die CSU/FW-Fraktion sei zunächst der Meinung gewesen, man würde keinen weiteren Vertreter brauchen, würde aber mit der Entscheidung zu einem dritten Bürgermeister mitgehen, sagte Fabian Schäff. Anderer Meinung war man bei der PWG. Es sei ein schlechtes Zeichen nach außen hin, wo die Finanzen der Stadt so schlecht aussehen, auch wenn es nicht um große Summen ginge, entgegnete Katharina Kaufmann. Bernhard Raab (SLO) sagte, man habe die Erfahrung gemacht, dass Anliegen etwa aus Vereinen nicht so stark an den Rat herangetragen würden, wenn man nicht vor Ort ist. Deshalb halte man es für wichtig, dass ein dritter Bürgermeister gewählt wird. Es gebe kein Richtig oder Falsch in dieser Frage, sagte Robin Bhattacharyya (SPD). Ein dritter Bürgermeister diene dazu, die Stadt zu repräsentieren, und die Kosten hielten sich in einem überschaubaren Rahmen, weshalb man zustimme. Hin- und hergerissen seien auch die Grünen gewesen, sagt Nathalie Guthy-Reuter. Es gehe nicht um die Kosten, sondern die Außenwirkung, weshalb man auf einen weiteren Vertreter verzichten wolle.
Markus Eisenbarth und Rebecca Heller vertreten künftig Bürgermeister Heydecker
Schließlich stimmte der Rat mit 14 zu fünf Stimmen für eine weitere Vertretung. Die SPD schlug Rebecca Heller, die PWG Peter Bauer vor. Rebecca Heller konnte sich mit 13 zu sechs Stimmen gegen Peter Bauer durchsetzen. Zuvor war Markus Eisenbarth (CSU/FW), der das Amt auch zuvor innehatte, einstimmig zu Heydeckers erstem Vertreter gewählt worden. Vereidigt wurden die neuen Räte Günter Lämmermeier (CSU/FW), Peter Bauer (PWG), Nathalie Guthy-Reuter (Grüne) und Stefan Ott (Grüne). Neu im Rat ist zudem Kevin Gerstberger (SLO), der bei der Sitzung verhindert war.
Bei den Ausschüssen soll es bei den bisherigen bleiben. „Die haben sich bewährt“, sagte Bürgermeister Thomas Heydecker. Auch an der Anzahl der Mitglieder, nämlich sechs, ändert sich nichts. Stark erhöht hat man die Entschädigungen für die Stadträte für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Hier sei man bisher im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden sehr sparsam gewesen, sagte Heydecker. Und so liegt die Monatspauschale für Stadträte künftig bei 60 Euro (zuvor 25). Das Sitzungsgeld soll 40 Euro (zuvor 30) betragen. Fraktionsvorsitzende erhalten zudem 50 Euro Pauschale (zuvor 35). Wer als Ansprechpartner für einen Stadtteil fungiert, bekommt künftig 100 Euro (zuvor 25).
Oettinger Stadtrat: Ansprechpartner in den Ortsteilen festgelegt
Und auch diese Ansprechpartner wurden festgelegt: Helmut Schmidt (SLO) übernimmt das Amt bis 2029 in Erlbach, dann folgt Martin Löffler (SLO). In Niederhofen ist Bernhard Raab (SLO) für die Bürgerinnen und Bürger da, in Nittingen in den ersten drei Jahren Erwin Taglieber (CSU/FW), dann Katharina Kaufmann (PWG). Kevin Gerstberger (SLO) kümmert sich um die Lehminger.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren