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Pflaumloch: Konditorei Zech schließt nach 22 Jahren

Pflaumloch

Konditorei Zech schließt nach 22 Jahren

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    Zum Jahresende schließt Konditormeister Werner Zech seinen Betrieb in Pflaumloch. Einen Nachfolger fand er nicht.
    Zum Jahresende schließt Konditormeister Werner Zech seinen Betrieb in Pflaumloch. Einen Nachfolger fand er nicht. Foto: Bernd Schied

    Pflaumloch Werner Zech ist ein Unternehmer, der noch viel Wert auf echte Handwerkskunst legt. Das hat der 64-jährige Konditormeister aus Pfaumloch in seinem eigenen Betrieb bewiesen. 24 Jahre lang hat er unzählige Küchle gebacken und Torten entsprechend den Wünschen seiner zahlreichen Kunden hergestellt. 20 bis 25 verschiedene Kuchenarten habe er stets anbieten können.

    Das Einzugsgebiet seiner Kundschaft war entsprechend groß. Es reichte vom Ostalbkreis über den Landkreis Donau-Ries bis in die Region Ansbach. Nahezu täglich hat er selbst seine Ware mit seinem Kleintransporter ausgefahren.

    Doch am Jahresende ist Schluss. Nach 22 Jahren in Pflaumloch und zuvor zwei Jahren in Schmähingen geht der gebürtige Landsberger in Rente. Gerne hätte er seinen Betrieb in der Bahnhofstraße des Riesbürger Ortsteils an einen Nachfolger übergeben. Verschiedene Gespräche mit potenziellen Interessenten führten jedoch nicht zu Erfolg. Somit blieb ihm nichts anderes übrig, als das Geschäft aufzulösen. Die verschiedenen Gerätschaften will er sukzessive verkaufen. Interessenten gebe es bereits einige. Zech blickt zufrieden auf sein Wirken zurück.

    Zech hat sich den Kundenstamm für seine Konditorei hart erarbeitet

    Nach schwierigen Anfängen ohne einen Kundenstamm hat er sich diesen im Laufe der Jahre hart erarbeitet. „Das war nicht einfach. Das brauchte Geduld und eine gewisse Hartnäckigkeit“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Vor allen die Qualität seiner Produkte, die Individualität und die Bereitschaft, die Kuchen oder Torten so herzustellen, wie es der Kunde wünscht, hätten wohl dazu beigetragen, dass die Zahl der Kunden kontinuierlich anstieg.

    Er habe auch überlegt, noch eine zeitlang weiterzumachen, betont Zech. Doch „Vater Staat“ mache ihm und seinen Berufskollegen das Leben mittlerweile schwer. Immer wieder seien neue Vorschriften erlassen worden. Teilweise solche, die man nicht nachvollziehen könne. Zech nennt ein Beispiel: „Ich muss regelmäßig die Temperatur meiner Kühlanlage aufschreiben und dokumentieren. Wenn der Wirtschaftskontrolldienst kommt, will er die Aufzeichnungen sehen.“ Als ob ein Konditor nicht selbst darauf achte, wie der Kühlschrank eingestellt sein müsse. Diese und andere Dinge wolle er sich in seinem Alter nicht mehr antun, weshalb er sich dann doch entschlossen habe, jetzt aufzuhören.

    Mit dem Ende der Konditorei Zech verlieren acht Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze, die er in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt hatte. Über deren Zukunft mache er sich allerdings keine Sorgen. „Bei der derzeitigen Nachfrage nach Kräften finden sie alle wieder einen Job“, ist Werner Zech überzeugt.

    Mit einem besonderen Dank würdigt Zech seine Frau. Trotz ihrer Arbeit als Leiterin der Küche des Seniorenheimes Sankt Vinzenz in Nördlingen habe sie ihn auch in der Konditorei nach Kräften unterstützt. „Ohne sie hätte ich das alles nicht geschafft.“

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