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Poller-Sturz Nördlingen: Stadt prüft nach Unfall Sicherheit und Technik

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Ausfahrbarer Poller: Stadt prüft nach Unfall Sicherheit und Technik

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    Nach dem Unfall, bei dem eine 73-Jährige zu Fall gekommen war, wurde der Poller in der Baldinger Straße überprüft.
    Nach dem Unfall, bei dem eine 73-Jährige zu Fall gekommen war, wurde der Poller in der Baldinger Straße überprüft. Foto: Anja Lutz

    Der viel diskutierte Poller in der Baldinger Straße macht wieder Schlagzeilen: Kürzlich ist, wie berichtet, eine Touristin durch den Poller zu Fall gekommen. Sie selbst habe gar nicht mitbekommen, worüber sie eigentlich gestolpert sei, sagt die 73-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Ihre Tochter, die ein Stück weit vor ihr gelaufen sei, habe gesehen, wie der Poller etwa fünf Zentimeter hoch- und anschließend direkt wieder heruntergefahren sei.

    Laut Helena Ott, Sprecherin der Stadt Nördlingen, hat eine Fachfirma die Polleranlage daraufhin geprüft. Nach Aussage der Firma funktioniere die Anlage fehlerfrei. „Zu der Schilderung der Betroffenen, der Poller sei kurz hoch- und anschließend wieder heruntergefahren, liegen der Stadt keine weiteren Erkenntnisse vor. Grundsätzlich kann der Poller nach der Durchfahrt eines Fahrzeugs wieder automatisch ausfahren. „Die dafür vorgesehene Kontaktschleife erkennt jedoch ausschließlich Fahrzeuge und nicht den Fußgängerverkehr“, so Ott weiter. Hinweise auf einen technischen Defekt lägen nicht vor.

    Stadtrat warnte im November vor Gefahr durch Poller in der Baldinger Straße

    Bereits im vergangenen November hatte Stadtrat Markus Landenberger-Schneider (CSU) das Thema im Haupt- und Finanzausschuss des Nördlinger Stadtrats angesprochen. Er sei Zeuge bei einem Unfall mit den Pollern gewesen, bei dieser Gelegenheit habe ihn ein Polizist darauf hingewiesen: Falls ein Radfahrer über die Poller fahre, während diese hochfahren, sei das sehr gefährlich, sagte Landenberger-Schneider im November gegenüber unserer Redaktion. Schon damals hat es mehrere Signale gegeben, die Verkehrsteilnehmer auf den Poller aufmerksam machen sollten. Diese reichten aber laut Landenberger-Schneider nicht aus. Deshalb hat die Stadt im Nachgang zur Sitzung den Sachverhalt noch einmal geprüft und im März eine größere Ampelanlage installiert. Auch habe man im Mai die Induktionsschleife, die verhindert, dass der Poller hochfährt, wenn ein Auto darüberfährt, erweitert, erläutert Helena Ott.

    Die 73-Jährige hat ihren Urlaub in Nördlingen nach dem Vorfall abgebrochen. Jetzt kämen noch Kosten auf sie zu. Denn sie hat sich einen Teil eines Schneidezahns abgebrochen, ein weiterer Zahn ist bis zur Wurzel durchgebrochen. „Der ist nicht mehr zu retten. Man muss ein neues Implantat setzen“, so die Touristin. Sie will sich noch einmal an die Stadt Nördlingen wenden.

    Poller in Nördlingen wird erneut überprüft

    Der Poller wird derzeit noch einmal überprüft. Denn am Mittwoch vergangener Woche hatte die Polizei die Stadt informiert, dass der Poller nicht richtig funktioniere. Daraufhin habe man die Fachfirma erneut beauftragt, so Helena Ott auf Nachfrage unserer Redaktion. Ein Ergebnis steht noch aus.

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