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Seniorenzentrum Bollstadt schafft neues Angebot für betreutes Wohnen

Bollstadt

Spatenstich für das neue Seniorenzentrum in Bollstadt: Das erwartet neue Bewohner

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    In Bollstadt wurde Spatenstich gefeiert: Dort wird ein neues Seniorenzentrum gebaut.
    In Bollstadt wurde Spatenstich gefeiert: Dort wird ein neues Seniorenzentrum gebaut. Foto: Gitte Händel

    Die Schwierigkeiten der Anfangsphase betonten alle Beteiligten. Umso größer war jetzt die Freude, dass nach zweijähriger Vorbereitung die Bauarbeiten für das Seniorenzentrum in Bollstadt beginnen konnten.

    Die Begrüßung der Gäste beim Spatenstich übernahm Robert Kohler. Er ist mit seiner Firma FWG Immo der Investor. Er sei über Bürgermeister Xaver Berchtenbreiter auf das Projekt aufmerksam geworden. Menschen, die auf dem Land leben, wollen auch für den letzten Lebensabschnitt dort bleiben, so Kohler, und das sei in Bollstadt bald möglich. Wie sehr die gesamte Gemeinde hinter dem Projekt steht, sei ihm deutlich geworden, als die Vertreter der örtlichen Vereine anboten, das baufällige alte Gebäude auszuräumen, das für den Neubau abgerissen wurde.

    Mut, Weitblick und Glück: 38 barrierefreie Wohnungen für Bollstadt

    Amerdingens Bürgermeister Berchtenbreiter ist nach einer Operation noch im Krankenstand, sein Stellvertreter Harald Wiedenmann übernahm die Grußworte. „Mut, Weitblick, Glück“ kennzeichnen das Projekt, so der zweite Bürgermeister. Mit „Mut“ verbinde er Carolin und Andreas Engel. Sie hätten den Mut, die Verantwortung für das Vorhaben zu übernehmen. „Weitblick“ kennzeichne den Investor Kohler, der Sicherheit biete durch sein lösungsorientiertes Vorgehen. Und „Glück“ seien das aktive Vereinsleben und die Freundschaften, die dazu geführt haben, dass Carolin und Andreas Engel nach Bollstadt gekommen seien.

    Carolin Engel wird mit ihrem Pflegedienst das „Seniorenhaus im Pfarrgarten“ betreiben. Es wird keine vollstationäre Einrichtung, sondern bietet betreutes Wohnen. Wer in eine der 38 barrierefreien Wohnungen zieht, kann Hilfe in Anspruch nehmen, muss es aber nicht. Neben den Wohnungen werde es im Haus eine offene Tagespflege geben, eine Großküche und einen Physiotherapeuten. Weitere Kooperationen, beispielsweise mit Friseur und Fußpfleger, sind in Vorbereitung. Eröffnet werden soll das Haus spätestens Anfang 2028. Doch schon vorher habe sie ein „offenes Ohr für alle mit Pflege- oder Beratungsbedarf“. Engels ambulanter Pflegedienst startet nämlich bereits im Juni mit fünf Mitarbeiterinnen. Bis die Räume im Neubau fertig sind, ist das Büro im ehemaligen Pfarrhaus.

    Zehn Millionen Euro etwa werde das Vorhaben kosten, so Investor Kohler. Es ist „grenzüberschreitend“, das wird immer wieder deutlich. Denn die Familie Engel kommt eigentlich aus Eglingen, einem Ortsteil von Dischingen, also aus Baden-Württemberg. Der Investor hat seinen Hauptsitz in Neresheim. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch die Kreissparkasse Heidenheim. Und Interesse an den Wohnungen vom „Seniorenhaus im Pfarrgarten“ wird es sicher auch „jenseits der Grenze“ geben.

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