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So erlebte Nördlingen die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs: Ein Zeitzeugnis

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„Hier oben nur Leid“: Bewegendes Zeitzeugnis berichtet vom Weltkriegsende in Nördlingen

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    Einer der 60 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges ist Heinz Ehrentreich aus Nördlingen, der mit 19 Jahren starb. Unser Bild zeigt die letzte Seite im Erinnerungsbuch an ihn, gestaltet von seinem Vater.
    Einer der 60 Millionen Toten des Zweiten Weltkrieges ist Heinz Ehrentreich aus Nördlingen, der mit 19 Jahren starb. Unser Bild zeigt die letzte Seite im Erinnerungsbuch an ihn, gestaltet von seinem Vater. Foto: Stadtarchiv Nördlingen

    Beim Durchblättern eines Erinnerungsbuches aus den Jahren 1936 bis 1944 mischen sich unter heitere Geschichten aus dem Nördlinger Stadtleben und Gedichte über den Christbaum, das Lagerfeuer, den Winterwald, das „Heil der Natur“ und eine Frühlingsfahrt auch solche mit den Titeln „Deutsches Gebet“, „Gelöbnis an den Führer“, „Befreites Österreich“ – die einen ebenso liebevoll illustriert wie die anderen. Zeitgenössische Zitate auf deutsche Tugenden prangen neben einem kalligrafierten „So Gsell so!“. Blättert man weiter, so finden sich Tagebuchaufzeichnungen aus den ersten Kriegsjahren in Nördlingen, Bilder von Auftritten der Jugendkapelle, schließlich Tagebuchaufzeichnungen von der Front und abgeschriebene Feldpostbriefe. Die Aufzeichnungen schließen mit einem ganzseitigen Bild ab: Ein großes, schwarzes Kreuz, umschrieben mit den Worten: „Lass ruhen die Toten. Ein tiefes Weh die Welt durchzieht: Es ist vom Scheiden das alte Lied, das Lied von den Toten; still liegen sie, Hügel an Hügel gereiht, dort unten ist Frieden – hier oben nur Leid.“

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