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Fuerteventura: Windsurfer aus Leidenschaft

Fuerteventura

Windsurfer aus Leidenschaft

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    Tilo Eber hat sich auf Fuerteventura in der Weltspitze behauptet.
    Tilo Eber hat sich auf Fuerteventura in der Weltspitze behauptet. Foto: Foto: Claus Döpelheuer

    Kraftvoll zerschneidet das Brett die Wellen, die weiße Gischt wirbelt durch die Luft und der starke Wind zerrt an Tilos Segel. Der junge Mann ist ganz in seinem Element, denn Tilo Eber ist Windsurfer. Sein Zuhause sind die Meere dieser Welt. Aufgewachsen ist der 25-Jährige allerdings in Nördlingen. Und er ist stolz darauf, ein Bayer zu sein.

    Noch bevor er Dreirad fahren lernte, stand Tilo das erste Mal auf einem Surfbrett. Sein Vater, ehemals ebenfalls leidenschaftlicher Surfer, animierte ihn dazu. 2006 überredeten andere Surfer Tilo, sich auf professioneller Ebene auszuprobieren. Daraufhin nahm er erstmals an einem Windsurfing-Wettbewerb teil und sicherte sich direkt einen Platz auf dem Sieger-Treppchen. „Vorher war ich eher der Gaudi-Surfer. Damit, dass ich mal Profi-Surfer werden würde, habe ich nicht gerechnet“, bekennt er.

    Inzwischen zählt der gebürtige Nördlinger, der in Kiel Latein und Sport studiert, zur Elite der Freestyle-Windsurfer. Gerade hat er sich beim Windsurfing & Kiteboarding World Cup gegen die besten Surfer der Welt an der Küste von Fuerteventura Platz 15 auf der Weltrangliste erkämpft. Bei diesem Wettbewerb mitzufahren, war für Tilo ein „unglaubliches“ Gefühl: „Hier konnte ich gegen viele meiner Jugendhelden und Immer-noch-Helden fahren.“

    Die spektakulären Sprünge und die ausgefeilte Technik des Studenten kamen auf Fuerteventura gut an. Die Zuschauer bejubelten den sympathischen Surfer und nach nur zwei Tagen im Wettkampf hat Tilo bereits einen weiteren Profi-Vertrag angeboten bekommen. Damit ist das Ziel von Tilo eigentlich schon erreicht: „Ich bin dieses Jahr zweimal um den Globus geflogen, habe nebenbei die Uni hingekriegt und bin nicht komplett pleite – so ist das optimal!“ Trotzdem ist Tilo weit entfernt davon, mit dem Windsurfen aufzuhören. Obwohl er sich dabei sogar schon mal einen Fuß gebrochen hat. „Vor diesem Sprung habe ich jetzt etwas Angst. Aber sonst bedeutet Windsurfen für mich Meer, Reisen, neue Länder, neue Leute und viel Party.“ Kein Wunder, dass Tilo nicht genug bekommt, von dem Spiel mit dem Wind.

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