Stefan Bayerle tritt als einziger Bürgermeisterkandidat in Marktoffingen an und möchte Nachfolger von Helmut Bauer werden. Der parteilose Kandidat erklärt unserer Redaktion, welche Themen er anpacken will und warum er davon überzeugt ist, der Richtige für das Amt zu sein.
Bayerle, Jahrgang 1980, ist gebürtiger Augsburger, hat seine Kindheit und Jugend in Ehingen am Ries verbracht und kam durch seine Frau nach Marktoffingen. Der Vater zweier Kinder arbeitet als Vertriebsdisponent bei einer Firma in Aalen. Von 2014 bis 2020 war er bereits Gemeinderat in Marktoffingen.
Bürgermeister-Kandidat Bayerle wünscht sich bessere Nahversorgung
Würde er zum Bürgermeister gewählt, möchte er sich um folgende Themen kümmern: Zum einen die Erweiterung des Kindergartens, die sei ein „ziemlich großer Block“ im Budget der Gemeinde. Bei der Kanalsanierung müssten noch die letzten Abschnitte gemacht werden. Ein „ganz großes Thema“ sei auch der Glasfaserausbau. Die meisten Verteilerkästen seien zwar schon mit Glasfaser angeschlossen, doch erst eine Handvoll der Häuser hätten tatsächlich einen Glasfaseranschluss, erklärt Bayerle.
Ein weiteres wichtiges Anliegen für ihn: die Nahversorgung. „Da ist Marktoffingen ganz, ganz schlecht aufgestellt.“ Für diejenigen, die mit dem Auto fahren können, sei das kein Problem, doch für einige Bevölkerungsschichten sei es gut, wenn sie sich im Dorf mit dem Nötigsten versorgen können. Die „Premium-Lösung“ für die Nahversorgung wäre aus Bayerles Sicht ein Dorfladen. Doch natürlich sei das mit hohem Aufwand verbunden. Wenn die Rahmenbedingungen dafür nicht passten, könne man personallose Lösungen wie Nahversorgungs-Boxen in Erwägung ziehen. Ansonsten gäbe es in der Gemeinde noch viele weitere Dinge, die man anpacken könnte, sagt Bayerle. Doch Marktoffingen sei schließlich auf Förderungen angewiesen, „man muss schauen, was der Haushalt in Zukunft hergibt“.
Warum Bayerle Bürgermeister von Marktoffingen werden will
Bayerle möchte Bürgermeister werden, weil man die Gemeinde in diesem Amt aktiv gestalten könne, zusammen mit einem guten, mitarbeitenden Gremium. „Wenn keiner was tut, wird sich nichts ändern.“ Mit seiner Anstellung lasse sich das Ehrenamt gut vereinbaren, da er sich seine beruflichen Termine flexibel legen könne. Er werde seine Arbeitszeit aber auch auf mindestens die Hälfte reduzieren. „Wenn man was machen will, muss man Realist sein“, sagt Bayerle. Ein Bürgermeisteramt könne man nicht in nur zehn bis 15 Stunden pro Woche ausüben. Bayerle hält sich für den geeigneten Kandidaten, „weil ich ein sehr strukturiert arbeitender, zielstrebiger Mensch bin“. Wichtig sei ihm eine „offene Kommunikation mit unseren Bürgern“ sowie ein gutes Zusammenarbeiten mit den Nachbargemeinden.
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