Thomas Hertle möchte Bürgermeister von Munningen werden und damit die Nachfolge von Dietmar Höhenberger übernehmen. Bei der Kommunalwahl am 8. März ist er der einzige Kandidat, der für die Gemeinde antritt. Gegenüber unserer Redaktion erklärt er, was ihm besonders am Herzen liegt.
Hertle ist gelernter Schriftsetzer und arbeitet bei der Druckerei Appl in Wemding. Der 50-Jährige ist verheiratet, hat zwei Söhne und ist in der Gemeinde aufgewachsen. „Ich bin ein Ur-Munninger“, sagt er. Schon seit 18 Jahren sitzt er im Gemeinderat, seit 2020 ist er stellvertretender Bürgermeister. Würde er zum Ersten Bürgermeister gewählt, wäre ihm eines besonders wichtig: „Dass die Gemeinschaft zwischen den Ortsteilen wieder besser wird.“ In vergangener Zeit gab es in der Gemeinde Unmut, Hintergrund sind Diskussionen um die Kinderbetreuung (wir berichteten). „Ich bin da gerne bereit, die Hand auszustrecken“, betont Hertle.
Hertle aus Munningen: Diese Projekte stehen in der Gemeinde an
In seiner Amtszeit wolle er die laufenden Projekte „sauber abschließen“. Was für die Zukunft anstehe: Munningen brauche ein neues Feuerwehrauto und in Schwörsheim müsse die Ortsdurchfahrt saniert werden. Außerdem soll zwischen Laub und Kronhof ein Radweg entstehen (wir berichteten). Den Lauber Bürgern sei die Einführung von Tempo 30 auf der Kreisstraße in ihrer Ortschaft ein großes Anliegen, dieses Projekt wolle er schnell angehen. Ein weiteres Thema, über das laut Hertle diskutiert werden muss: der Mobilfunkausbau. Dieser stocke aktuell. Denn das Grundstück zwischen Munningen, Schwörsheim und Haid, auf dem ein Mobilfunkturm errichtet werden sollte, sei dem Betreiber nun zu teuer. Hertle möchte aber verhindern, dass sich der Betreiber Alternativen innerhalb der Ortschaften sucht und etwa auf einem privaten Gebäude eine Antenne errichtet. Diesen Fall habe es in der Gemeinde schon mal gegeben, „das hat einfach Ängste verursacht“. Zudem sei es „nicht optimal“, wenn so eine Antenne im Ort gut sichtbar sei.
Warum möchte Herlte überhaupt Bürgermeister werden? „Das war nicht von langer Hand geplant“, sagt Hertle. Doch er sei von vielen Bürgern angesprochen worden und man habe ihm Mut zugesprochen, das Amt zu übernehmen. Zurzeit vertritt Hertle den noch amtierenden Bürgermeister Höhenberger, da dieser im Krankenstand ist. Dadurch könne er sich bereits gut einarbeiten. „Ich verstehe mich als Versöhner“, sagt Hertle. Außerdem sei er jemand, der Sachen ausdiskutiert. Das seien gute Voraussetzungen für das Amt.
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