Statt des bisherigen „Weinzelt by Jockl Kaiser“ soll es auf der Mess‘ in diesem Jahr ein Weindorf geben.Foto: Josef Heckl (Archivbild)
Noch sind es knapp zwei Monate bis zur Mess‘ 2026. Doch schon heute ist klar, dass Nordschwabens größtes Volksfest in diesem Jahr einiges an Neuerungen mit sich bringt. Neben einem neuen Bier im Festzelt wird sich auch im Hinblick auf Wein einiges ändern. Denn der bisherige Betreiber Joachim Kaiser wird das Weinzelt 2026 nicht bewirten.
Deshalb hat die Stadt bis Ende März nach einem neuen Betreiber gesucht. Und diesen mit der Firma P+L Event GmbH in Zusammenarbeit mit dem Nördlinger Pop-up-Gastronom Christoph Groß gefunden. Die Stadt hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Grundlage sei eine differenzierte Bewertungsmatrix gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung. In die Bewertung seien insbesondere die Kriterien Konzept, Regionalität, Volksfesterfahrung, vorhandenes Equipment sowie logistische Leistungsfähigkeit eingeflossen. Das eingereichte Konzept eines traditionellen „Weindorfs“ von Desirée Papert und Christoph Groß konnte unter zahlreichen guten Bewerbungen besonders überzeugen. Ausschlaggebend sei die stimmige Verbindung aus fundierter Erfahrung im Bereich von Großveranstaltungen und einer starken regionalen Verankerung gewesen.
Papert: Fränkische, württembergische und internationale Weine im Weindorf auf der Mess‘
Geschäftsführerin der P+L Event GmbH aus Bechhofen ist Desireé Papert. Ihr Bruder Christian ist Geschäftsführer der Festzeltbetriebe Sony-Boy Papert GmbH & CO. KG, die das Festzelt auf dem Stabenfest betreibt. Das Konzept von Desirée Papert sieht ein wenig anders aus als das bisherige Weinzelt. Geplant sei ein Weindorf, „frei zugänglich, mit einer offenen Wohlfühlatmosphäre“, wie Papert erklärt. Den Boden werde man mit Hackschnitzeln auslegen. Sitzmöglichkeiten werde es etwa unter zwei dekorierten Pergolen geben. Auch eine Verweilstation mit Palettenmöbeln aus Naturholz mit Barhockern sei geplant.
An einer Weinschänke und einer Ausschankhütte werden die Gäste verpflegt. Zu essen werde es nichts geben, man konzentriere sich auf Getränke, sagt Christian Papert. Und bei denen setze man auf ein regionales Angebot. So werde man etwa Getränke der Firma Gas, einer Nördlinger Firma, und Bier von der Fürst Wallerstein Brauerei anbieten. Beim Wein sei man im Moment noch in Verhandlungen mit verschiedenen Lieferanten vor Ort. „Wir werden eine schöne Auswahl aus fränkischen, württembergischen und internationalen Weinen anbieten“, sagt Desireé Papert.
Der Pop-up-Gastronom Christoph Groß sorgt für die Cocktails
Für die Cocktails im Weindorf wird Christoph Groß sorgen. Er hat in Nördlingen bereits mehrere Pop-up-Bars, etwa den „Schwarzen Hirsch“ betrieben. Anbieten wolle man „Cocktails und Longdrinks, was wir können“, sagt der Barbetreiber. Trotz der Größe der Veranstaltung wolle man keine Abstriche im Angebot machen. So werde es etwa, wie im „Schwarzen Hirsch“, Espresso-Martini geben. Auch sei ihm wichtig, dass die Qualität gleich bleibt. Groß könnte sich auch vorstellen, ein paar „Specials“, etwa einen Thementag, anzubieten. Hier sei man noch in Verhandlungen. Er sei dankbar, mit der Familie Papert einen erfahrenen Partner an der Seite zu haben.
Denn die P+L Event Gmbh hat mit dem Konzept des Weindorfes viel Erfahrung. So sei sie seit 2009 in Marktheidenfeld auf der Laurenzi-Messe oder seit dem vergangenen Jahr auf der Gunzenhausener Kirchweih mit ähnlichen Konzepten vertreten, sagt Desirée Papert.
Im Weindorf auf der Mess‘ soll es Live-Musik geben
Auch für die Unterhaltung der Gäste ist gesorgt. So soll es an den Haupttagen, etwa am Wochenende, Live-Musik geben. „Quer durch den Gemüsegarten“, sagt Christian Papert. Hier sei für jeden etwas dabei. So könne er sich etwa eine italienische Nacht oder einen Oktoberfestabend vorstellen. Es sei eine Herausforderung, in der Kürze der Zeit ein interessantes Unterhaltungsprogramm auf die Beine zu stellen. „Aber wir sind gut dabei.“
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