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100 tote Zivilisten nach Angriff auf Dorf in Burkina Faso – humanitäre Krise durch Terror und Dürre

Terror und Dürre

100 tote Zivilisten nach Angriff auf Dorf in Burkina Faso

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    Meuternde Soldaten vor dem Militärlager Guillaume Ouedraogo in Ouagadougou.
    Meuternde Soldaten vor dem Militärlager Guillaume Ouedraogo in Ouagadougou. Foto: dpa

    Bewaffnete Gruppen griffen in der Nacht zu Sonntag das Dorf Seytenga im westafrikanischen Burkina Faso an – dabei sollen Augenzeugenberichten zufolge 100 Einwohner getötet worden sein. Was genau geschehen ist und wie viele Opfer es gab, ist bislang noch nicht bekannt.

    100 Tote in Burkina Faso: Keine Details zu Angriff auf Dorf

    Ein Regierungssprecher sagte am Sonntagabend: Die Situation sei komplex und könne noch nicht genau eingeschätzt werden. Um die Lage vor Ort zu untersuchen, seien Sicherheitskräfte in die Region geschickt geworden. Neben den zahlreichen Opfern seien durch den Angriff die Bewohner des Dorfes in eine 47 Kilometer entfernte Gemeinde vertrieben worden. Erst vor zwei Wochen gab es einen ähnlichen Angriff, bei dem 50 Zivilisten getötet wurden.

    Terror und Dürre: Humanitäre Krise in Burkina Faso

    21 Millionen Einwohner leben im Sahelstaat Burkina Faso – sie stecken seit 2019 in einer schweren humanitären Krise. Bewaffnete Gruppe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der Terrororganisation Al-Kaida sind dort und in den benachbarten Ländern Mali und Niger aktiv. Dazu kommt eine langwierige Dürre, die für Hungersnöte und Wasserknappheit sorgt. Die wird dadurch verschärft, dass immer wieder unbekannte Täter Wasseranlagen sabotieren, Wasserstellen gezielt verunreinigen und Transporte attackieren.

    "Wasserkrieg" in Burkina Faso: Extremistische Gruppen sorgen für Wasserknappheit

    Mehr als eine Viertelmillion Menschen seien Opfer dieses "Wasserkriegs". 32 solcher Vorfälle gab es seit Februar. Terroristische Gruppen und bewaffnete Banden nutzten Wasser als Waffe. Sie versuchen die ohnehin schwierige Sicherheitslage im Land weiter zu verschlechtern. Seit 2015 kommt es immer wieder zu extremistischen Anschlägen. Dabei geht es nicht nur um religiösen Terror, sondern auch um die Kontrolle über Drogengeschäfte.

    Seit einem Putsch im Januar regiert dort das Militär. Tausende Menschen sind auf der Flucht. Das durch Bodenschätze wie Gold eigentlich reiche Land zählt zu einem der ärmsten der Welt.

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