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Air-France-Katastrophe: War es ein Pilotenfehler?

Air-France-Katastrophe

War es ein Pilotenfehler?

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    Einer der beiden Flugschreiber des Airbus 330 Air France AF 447. Die gespeicherten Daten werden derzeit ausgewertet.
    Einer der beiden Flugschreiber des Airbus 330 Air France AF 447. Die gespeicherten Daten werden derzeit ausgewertet. Foto: dpa

    Rund zwei Jahre nach dem rätselhaften Flugzeugabsturz eines Airbus der Air-France über dem Atlantik verdichten sich Hinweise auf schweres menschliches Versagen. Nach einer ersten Auswertung der erst vor kurzem auf dem Meeresgrund entdeckten Flugschreiber, deutet zumindest alles darauf hin.

    Mit Einverständnis der französischen Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) hat Airbus seine Kunden jetzt darüber informiert. Damit liegt die Verantwortung für den Absturz der Maschine auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris vermutlich bei den Piloten oder der Fluggesellschaft Air France.

    Die BEA betonte außerdem, dass noch keine Schlussfolgerungen über die Unglücksursache gezogen worden seien. Bis zuletzt gab es immer wieder Vermutungen, dass Fehler am Flugzeug die Katastrophe verursachten.

    Bei dem Absturz am Pfingstmontag 2009 kamen alle 228 Menschen an Bord ums Leben, darunter auch 28 Deutsche. Bis heute ist nur sicher, dass es in einer Unwetterfront Probleme bei der Geschwindigkeitsmessung gab. Die Flugschreiber des abgestürzten Airbus waren erst Anfang April diesen Jahres auf dem Meeresgrund des Atlantik entdeckt worden. Ihre Daten werden nun seit diesem Wochenende in Frankreich ausgewertet.

    "Es ist so gut wie sicher, dass der Unfall vollständig aufgeklärt werden kann", kommentierte die BEA am Dienstag die Auswertung der Flugschreiberdaten in einer knappen Mitteilung. Dennoch warnte die Behörde vor voreiligen Schlüssen. Vor dem Sommer werde kein Zwischenbericht veröffentlicht, denn die Auswertung der Daten sei langwierig und erfordere Sorgfalt.

    Die BEA hatte erst am Montag bekanntgegeben, dass die Flugschreiber am Wochenende nach zwei Jahren im Meer ausgelesen werden konnten. Ein Tauchroboter hatte die Geräte zuvor aus rund 4.000 Metern Tiefe an die Meeresoberfläche geholt. Die Absturzstelle liegt mehr als 1.000 Kilometer vor der brasilianischen Küste.

    Mit Hilfe der beiden Geräte können die Ermittler nun den Flug genau rekonstruieren. Der Flugdatenschreiber registrierte zahlreiche Parameter wie Höhe und Neigungswinkel der Maschine sowie Triebwerkseinstellungen. Der Stimmenrekorder nahm während des Flugs die Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.

    Neben den Flugschreibern und zahlreichen anderen Flugzeugteilen hat das Bergungsteam in den vergangenen Wochen auch zwei Leichen an die Oberfläche geholt. Derzeit wird geprüft, ob sie mit Hilfe von DNA-Proben noch identifiziert werden können. Falls nicht, soll die Ruhe der Toten nicht weiter gestört werden. Rund 50 Leichen wurden bislang auf dem Meeresboden entdeckt. Direkt nach dem Unglück vor zwei Jahren waren ebenso viele auf dem Wasser treibende Opfer geborgen worden. dpa

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