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Auktion: Weltrekord: Bacon-Triptychon für 142 Millionen versteigert

Auktion

Weltrekord: Bacon-Triptychon für 142 Millionen versteigert

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    Das hat sogar alle Experten aus den Socken gehauen: Im Kunsthaus Christie's in New York ist das Triptychon "Three Studies of Lucian Freud" von Francis Bacon für 142,4 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) versteigert worden. Die Kunstwelt hat damit einen neuen Auktionsrekord.

    Francis Bacon malte das Bild 1969

    Spektakuläre Kunstdiebstähle aus Museen in Europa

    Mai 2010: Unbekannte stehlen bei einem nächtlichen Einbruch fünf Meisterwerke von Künstlern wie Pablo Picasso, Henri Matisse und Fernand Léger aus dem Pariser Museum für moderne Kunst.

    Die Gemälde im Wert von insgesamt rund 100 Millionen Euro bleiben bislang verschwunden.

    Februar 2008: In Zürich rauben drei bewaffnete und maskierte Männer vier Ölgemälde im Wert von umgerechnet 113 Millionen Euro aus dem Museum der Sammlung Bührle.

    Darunter sind Claude Monets «Mohnfeld bei Vétheuil» und Vincent van Goghs «Blühender Kastanienzweig».

    Die Bilder von Monet und van Gogh tauchen einige Tage später wieder auf.

    Februar 2008: Zwei Gemälde von Pablo Picasso werden aus einer Schweizer Ausstellung gestohlen.

    Die Bilder, die dem Sprengel Museum in Hannover gehören, sollen fast vier Millionen Euro wert sein. Schweizer Fahnder spüren die Werke erst 2011 in Serbien wieder auf.

    August 2007: Mehrere bewaffnete und vermummte Männer stehlen vier Gemälde von Jan Bruegel dem Älteren, Alfred Sisley und Claude Monet aus einem Museum in Nizza. Im Juni 2008 stellt die Polizei die Bilder sicher.

    August 2004: Bewaffnete überfallen das Munch-Museum in Oslo und rauben eine Version des Gemäldes «Der Schrei» und das Werk «Madonna».

    Allein Edvard Munchs «Schrei» soll 54 Millionen Euro wert sein. Zwei Jahre später tauchen beide Gemälde wieder auf.

    Damit ist das 1969 entstandene Werk das teuerste, das je bei einer Auktion verkauft wurde. Christie's hatte auf einen Preis von 90 Millionen Dollar gehofft. Wer das Werk kaufte, gab das Auktionshaus nicht bekannt.

    Abgelöst: Der "Schrei" von Edvard Munch

    Die spektakulärsten Kunstfunde der vergangenen Jahre

    2003 findet die New Yorker Schriftstellerin Elizabeth Gibson auf einem Sperrmüllhaufen ein abstraktes Gemälde. Später stellt sich heraus, dass es sich um das 20 Jahre zuvor gestohlene Meisterwerk "Drei Menschen" des mexikanischen Künstlers Rufino Tamayo handelt. Das Bild geht an die Besitzer zurück, die es beim Auktionshaus Sotheby's für über drei Millionen Dollar versteigern. Gibson erhält einen Finderlohn und einen kleinen Anteil am Auktionserlös.

    2006 bemerkt eine Wuppertalerin erst im letzten Moment, welch wertvolles Gemälde sich in ihrem Besitz befindet. Eigentlich wollte sie das Ölbild für 20 Euro auf einem Flohmarkt verkaufen. Beim Verpacken bemerkt sie auf der Rückseite jedoch eine Signatur. In einer Galerie stellt sich schließlich heraus, dass es sich um die "Weiße Tulpe" von Franz Radziwill handelt. Der Wert des Gemäldes wird auf rund 15.000 Euro geschätzt.

    Als ein Rentner in Baden-Württemberg 2006 den Speicher seiner verstorbenen Tochter ausräumt, findet er ein mit "Nolde" signiertes Frauenporträt. Der Vater übergibt das Gemälde der Polizei, die herausfindet, dass das Bild zwischen 1977 und 1979 aus einem Lagerhaus einer Spedition in Freiburg entwendet worden ist. Das Bild des Künstlers Emil Nolde gehörte dem Kunstverleger und Sammler Ernest G. Rathenau, dessen Erben das Gemälde zurückerhalten. 2007 wird das Bild in München für 2,58 Millionen Dollar versteigert.

    Nach mehr als 100 Jahren taucht 2011 erstmals wieder ein Gemälde von Leonardo da Vinci auf. Bei dem in New York entdeckten Werk, das einen Christus mit zum Segen erhobener rechter Hand zeigt, soll es sich nach der Meinung einiger Experten um das Bild «Salvator Mundi» handeln. Die Existenz des Leonardo-Gemäldes war seit langem bekannt, jedoch hielt man es für zerstört.

    2012 finden Kunstexperten des Madrider Prado-Museums eine "Zwillingsschwester" der berühmten Mona Lisa - eine Kopie, die gleichzeitig mit dem Original in der Werkstatt von Leonardo da Vinci gemalt worden sein soll. Das Bild hatte seit Jahren an einer Wand in der Madrider Pinakothek gehangen, sein Wert war aber lange nicht erkannt worden. Der Maler ist wahrscheinlich Francesco Melzi, der zu den bedeutendsten Schülern da Vincis zählt.

    Im November 2013 wird bekannt, dass ein 80-jähriger Münchner in seiner vermüllten Wohnung über Jahrzehnte einen schier unbezahlbaren Kunstschatz aufbewahrt hat - darunter Gemälde von Picasso, Dürer Matisse und Nolde. Bereits 2011 waren bayerische Zollfahnder offenbar auf den einmaligen Kunstschatz gestoßen. Die Fahnder beschlagnahmten etwa 1500 verschollen geglaubte Bilder von Meistern der klassischen Moderne. Darunter Werke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Marc Chagall, Emil Nolde, Franz Marc, Max Beckmann, Paul  Klee, Oskar Kokoschka, Ernst Ludwig Kirchner und Max Liebermann. Aufgekauft hatte die Werke offenbar der Kunsthändler Hildebrand G. in den dreißiger und vierziger Jahren. Dessen Sohn Cornelius G. hat die Bilder wohl über ein halbes Jahrhundert in seiner Schwabinger Wohnung gehortet.

    Mit dem erzielten Preis liegt das Triptychon gut 22 Millionen Dollar über dem vor eineinhalb Jahren versteigerten "Schrei" von Edvard Munch, der bislang das teuerste je versteigerte Bild war. Das Ergebnis hat aber selbst Experten überrascht. Der Rekord gilt allerdings nur für Auktionen, außerhalb der Auktionshäuser haben Bilder wohl schon deutlich mehr gekostet.

    Bacon malte Lucian Freud, den Enkel von Sigmund Freud

    Die drei Bilder Bacons zeigen den in Berlin geborenen britischen Maler Lucian Freud. Freud, 1922 geboren und somit 13 Jahre jünger als Bacon, war ein Enkel des Psychoanalytikers Sigmund Freud und Malerkollege von Bacon. Beide malten sich mehrfach gegenseitig. Die drei Bilder des Triptychons sind jeweils zwei Meter hoch und fast eineinhalb Meter breit. Sie zeigen den sitzenden Freud - das Gesicht wie bei Bacon üblich entstellt und übermalt. (dpa)

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