Rechtsextreme sollen im baden-württembergischen Winterbach eine Gartenhütte mit fünf Ausländern angezündet haben.
Am Sonntagabend saßen 14 der mutmaßlichen Brandstifter vorläufig hinter Gittern, berichtete die Polizei in Waiblingen. Ermittelt werde unter anderem wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung.
Nach den bisherigen Ermittlungen hatten die Rechtsradikalen nach einer Party zunächst beinahe mit einem Auto einen Mann aus einer Gruppe von drei Italienern und sechs Türken umgefahren. Die Ausländer hatten auf einem Gartengrundstück gefeiert und waren zu Fuß unterwegs. Daraufhin kam es zu einem heftigen Streit zwischen beiden Gruppen. Als es handgreiflich wurde, seien fünf der Ausländer in die Gartenhütte geflüchtet, in der sie vorher gefeiert hatten. Die Rechtsextremisten zündeten den Angaben zufolge die Laube an. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand, da sich die Männer rechtzeitig aus der Hütte befreien konnten. Die Hütte brannte vollständig ab.
Einer der Ausländer hatte aus der Hütte heraus die Polizei alarmiert, die am Sonntagmorgen die polizeilich bekannten Rechtsextremen vorläufig festnahm. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang laufen noch. dpa