Wie die "Berliner Morgenpost" am Sonntag unter Berufung auf das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, soll der mutmaßliche Todesschütze von Berlin, Mehmet Yildirim, bereits polizeibekannt gewesen sein. Im Jahr 2008 sei der 25-Jährige wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden. Bislang fehlt von dem Schützen jede Spur.
Berliner Todesschütze: Suche im gesamten Schengen-Raum
Die Polizei hat ihre Fahndung nach dem Berliner Todesschützen verstärkt. Er wird im gesamten Schengen-Raum gesucht. Die Ermittler veröffentlichten am Wochenende ein aktuelles Fahndungsfoto des Gesuchten, der am Donnerstag Mutter und Schwester seiner Ex-Frau auf offener Straße erschossen haben soll. Bis Sonntag seien rund 40 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Eine konkrete Spur sei aber bislang nicht dabei gewesen.
Die Polizei hoffe darauf, dass der 25-Jährige irgendwann auftauche, sagte der Sprecher. Irgendwann würde Yildirim etwas essen und sich versorgen müssen. Medienberichte, wonach die Polizei eine Belohnung für Hinweise ausgelobt habe, dementierte er. Dies sei nicht der Fall. Weitere Einzelheiten zur Fahndung könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gemacht werden.
Mehmet Yildirim schoss auf Ex-Frau - Bekannter Gewalttäter
Laut einem Bericht des "Berliner Kuriers" (Sonntag) soll der 25-Jährige vor einem Polizei-Abschnitt gesehen worden sein. Zeugen hätten berichtet, er sei dort rund zwölf Stunden nach der Schießerei auf und ab gelaufen. Das Gesicht sei unter einem weißen Kapuzen-Shirt versteckt gewesen. Andere Zeugen wollen ihn in der Nähe des Tatortes erkannt haben. dpa/AZ