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Bodensee: Grenzverkehr: Warum Schweizer die Bordelle in Konstanz schätzen

Bodensee

Grenzverkehr: Warum Schweizer die Bordelle in Konstanz schätzen

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    Niedrigere Preise, strengere gesundheitliche Kontrollen und eine schützende Distanz - das sind offenbar die Gründe dafür, dass  Bordelle in Konstanz bei Schweizern beliebt sind.
    Niedrigere Preise, strengere gesundheitliche Kontrollen und eine schützende Distanz - das sind offenbar die Gründe dafür, dass Bordelle in Konstanz bei Schweizern beliebt sind. Foto: Symbolbild: dpa

    Niedrigere Preise, strengere gesundheitliche Kontrollen und eine schützende Distanz zur Heimat - das sind offenbar die Gründe dafür, dass die Bordelle in Konstanz so beliebt bei Schweizer Freiern sind. Laut einer Reportage der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) sind es vor allem Kunden aus dem Nachbarland, die im Konstanzer Rotlichtmilieu ihr Vergnügen suchen.

    Während seiner Recherche besuchte der Autor unter anderem den Club Imperia im Industriegebiet. Schon ein Blick auf den Parkplatz genügte, um ein klares Bild zu zeichnen: "Kurz vor Mitternacht haben sechs von acht Autos auf dem Parkplatz vor dem Haus Schweizer Nummernschilder. Die meisten kommen aus dem Kanton Thurgau. Aber auch ein Aargauer BMW und ein weißer Kleinwagen aus dem Kanton Appenzell Innerrhoden stehen hier."

    Freier lässt immer eine Stange Geld liegen

    Ähnlich zeigte sich dem Autor das Bild in dem Club: Da gibt es den untersetzten Schweizer Mitte dreißig, der gleich von mehreren Prostituierten umgarnt wird. Schließlich ist er Stammgast und lässt als solcher immer eine große Stange Geld im Imperia liegen. Und dann gibt es auch noch die Gruppe von Teenagern aus Weinfelden, die erst am frühen Morgen im Club auftaucht.Alle fünf verschwinden mit Prostituierten auf dem Zimmer und sind laut der Reportage begeistert von der Tatsache, dass "das Risiko, von ihren Freundinnen erwischt zu werden, gegen null tendiert". Zudem seien "die Dienstleistungen deutlich preiswerter".

    Für den Besitzer des Bordells, Roger Simon, ist laut des Berichts längst klar: "Die Mehrheit meiner Kunden sind Schweizer." Und das liege neben den Preisen auch an den regelmäßigen Blutuntersuchungen der Prostituierten. Allerdings stößt das rege Treiben im Konstanzer Rotlichtmilieu nicht bei allen auf Gegenliebe. In dem Artikel der NZZ wird der Unternehmer Manuel Zepf zitiert, der von den unangenehmen "Begleiterscheinungen" der Bordelle im Industriegebiet berichtet. Dazu zählte unter anderem die Begegnung mit "zwielichtigen Gestalten", die sehr aggressiv aufträten.

    Konstanz will  das Rotlichtmilieu aus dem Stadtbild zurückdrängen

    Die Konstanzer Politik hat das Thema bereits auf der Agenda. Sie will das Rotlichtmilieu aus dem Stadtbild zurückdrängen. Mittels einer Veränderungssperre, die im Mai dieses Jahres verlängert wurde, soll die künftige Ansiedlung von "Vergnügungsstätten" verhindert werden. AZ

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