Am Sonntagnachmittag brach am Bahnhof Blankenfelde Panik aus, als ein 32-Jähriger mit einer Schreckschusswaffe um sich geschossen hat. Wie die Polizei mitteilte, gelang es Einsatzkräften am frühen Sonntagmorgen den mutmaßlichen Täter in einer Wohnung festzunehmen.
Was muss das für ein Gefühl sein, wenn in einem Zugwaggon ein Fahrgast plötzlich eine Waffe zückt und damit Mitreisende bedroht. S-Bahn-Fahrgästen in Richtung Blankenfelde kennen seit Samstagnachmittag diese schreckliche Emotion. Ihnen ist genau das passiert.
Gegen 15.18 Uhr ging bei der brandenburgischen Polizei ein Notruf ein. S-Bahn-Reisende meldeten, dass ein offenbar betrunkener Mann an der S-Bahn in Richtung Blankenfelde mit einem pistolenähnlichen Gegenstand hantiert und Reisende bedroht habe. Bevor der Zug seine Weiterfahrt fortsetzte, sei der Unruhestifter aus der S-Bahn ausgestiegen und feuerte dabei mehrere Schüsse mit seiner Schreckschusspistole ab.
13-Jährige erlitt durch Schüsse am Bahnhof Blankenfelde einen Schock
Passanten wären beim Zwischenfall nicht verletzt worden. Dafür musste eine 13-jährige S-Bahnreisende nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht werden - sie stand unter Schock. In der Zwischenzeit gelang dem Tatverdächtige die Flucht entlang der Bahnschienen.
Die herbeigerufene Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem Mann ein. An der Suche beteiligten sich auch Bereitschaftspolizei, Bundespolizei und ein Polizeihubschrauber. Während der Fahndung wurde der Regional- und S-Bahnverkehr auf dem Berliner Außenring bzw. der Dresdener Bahn zeitweise eingestellt, um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag gelang es den Fahndern, den Übeltäter in einer Wohnung in Berlin festzunehmen. Noch gebe es laut Polizei keine Informationen zu Hintergründen und Motiven der Tat. Die Ermittlungen dauern noch an. Entsprechende Vernehmungen finden im Laufe des Sonntags statt.