Der Bundesvision Song Contest geht in die neunte Runde. 16 Musik-Acts aus 16 Bundesländern singen heute Abend (20.15 Uhr, ProSieben) bei Stefan Raab um den Sieg. Bedingung beim Bundesvision Song Contest: Mindestens 50 Prozent des Songs müssen auf Deutsch gesungen werden.
"Tote Crackhuren treten für Sachsen an"
Eröffnet wird die Show in Mannheim von Vorjahressieger Xavier Naidoo, der den Bundesländerwettstreit nach Baden-Württemberg holte. Gemeinsam mit Rapper Kool Savas wird Naidoo den Siegersong von 2012 "Schau nicht mehr zurück" performen.
Unter den Teilnehmern des Bundesvision Song Contest sind in diesem Jahr zahlreiche Newcomer. Ein klarer Favorit wie in den Vorjahren ist diesmal nicht erkennbar. Mit Max Herre ist zumindest ein bekannter Künstler am Start. Zudem gibt es Rap auf Plattdeutsch, ironische Texte, viel Durchschnitts-Pop und echte "tote Crackhuren".
Hier die 16 Sänger und Bands, die in der SAP-Arena in Mannheim die Bühne rocken wollen:
Bayern: Charly Bravo mit "Dreckige Namen"
Die Münchner Band Charly Bravo tritt mit einer Elektropop-Nummer mit Achtzigersounds und ironischem Text an. In "Dreckige Namen" nehmen die vier Musiker die Schickeria ihrer Heimatstadt aufs Korn.
Berlin: MC Fitti mit "Fitti mit’m Bart"
MC Fitti ist so etwas wie ein You-Tube-Star. Der Berliner Rapper mit Sonnenbrille, Vollbart und Baseballcap tritt mit seinem ironischen Rap-Song "Fitti mit’m Bart" an.
Brandenburg: Keule mit "Ja genau!"
Ihre Musik bezeichnen Keule selbst als "ganz neue Deutsche Welle": Ihr Titel "Ja genau!" erinnert zumindest im Refrain stark an "alte Deutsche Welle" und an Trios Da Da Da.
Bremen: De fofftig Penns mit "Löppt"
De fofftig Penns rappen beim Bundesvision Song Contest auf Plattdeutsch. Wer's versteht...
Baden-Württemberg: Max Herre feat. Sophie Hunger mit "Fremde"
Wenn es beim diesjährigen Bundesvision Song Contest einen Favoriten gibt, dann ist dies Hip Hop- Urgestein Max Herre. Der Stuttgarter tritt mit Sophie Hunger und dem neuen Song "Fremde" an.
Hamburg: Johannes Oerding mit "Nichts geht mehr"
Der Anti-Party-Song des Abends: Ein melancholisches Lied schickt Singer-Songwriter Johannes Oerding mit "Nichts geht mehr" ins Rennen.
Hessen: Sing um dein Leben mit "Unter meiner Haut"
Mit "Sing um dein Leben" tritt für Hessen gleich ein ganzer Chor an. Das Kollektiv wurde 2012 von ihrem musikalischen Coach und Mentor Xavier Naidoo aus der Taufe gehoben - und klingt auch so.
Mecklenburg-Vorpommern: Guaia Guaia mit "Terrorist"
Erst zogen sie als Straßenmusiker durch Deutschland und waren Hausbesetzer. Jetzt haben Elias und Luis von Guaia Guaia einen Plattendeal in der Tasche: Mit ihrem vierten Album "Eine Revolution zu viel zu wenig" wollen die Lebenskünstler von Guaia Guaia richtig ins Musikgeschäft einsteigen. Ihr Song "Terrorist" macht Spaß.
Niedersachsen: Bosse mit "So oder so"
Aki Bosse trat bereits 2011 mit Anna Loos beim Bundesvision Song Contest an. Jetzt versucht es der gebürtige Braunschweiger alleinen, mit einem Lied, das durchaus ins Ohr geht.
Nordrhein-Westfalen: Pohlmann mit "Atmen"
Pohlmann klingt stimmlich wie eine Mischung aus Udo Lindenberg und Adel Tawil von Ich + Ich und hat bereits vier Alben veröffentlicht. Mit seinem Gitarrenpop landete er beim Bundesvision Song Contest 2005 auf dem fünften Platz. Ein solider Song - mehr aber auch nicht.
Rheinland-Pfalz: Mega! Mega! mit "Strobo"
Mit einer Mischung aus Elektropop und Indie-Tönen wollen die Jungs von Mega! Mega! überzeugen. Der Zielgruppe dürfte der Song jedoch eine Spur zu experimentierfreudig sein.
Saarland: DCVDNS mit "Eigentlich wollte Nate Dogg die Hook singen"
Alleine für den Titel "Eigentlich wollte Nate Dogg die Hook singen" hätte DCVDNS den Sieg verdient. Der Rapper aus dem Saarland tritt zum Bundesvision Song Contest mit humorvollen Lyrics und souveränem Sprechgesang an.
Sachsen: The Toten Crackhuren Im Kofferraum mit "Ich brauche keine Wohnung"
Nicht nur der Bandname ist recht speziell. Eines der Mitglieder der Band, die sich selbst als "letzte Riot-Girl-Band Deutschlands" bezeichnet, nennt sich Luise Fuckface. Die Musik ist weniger spezielll...
Sachsen-Anhalt: Adolar mit "Halleluja"
Die Post-Hardcore Band Adolar kam über einen Freund zum Bundesvision Song Contest, der so frei war, ein Demo-Tape von ihnen einzureichen – und das mit Erfolg, Adolar geht mit einem kreativen Indie-Song für Sachsen-Anhalt ins Rennen.
Schleswig-Holstein: Luna Simao mit "Es geht bis zu den Wolken"
Ihre Vorbilder heißen Aretha Franklin, Lauryn Hill und Amy Winehouse. Luna Simao aus Lübeck tritt jedoch mit einem eher durchschnittlichen Pop-Song an.
Thüringen: Hannes Kinder & Band mit "Déjà-vu"
Hannes Kinder versucht mit einer depressiven Grundstimmung für Thüringen beim Bundesvision Song Contest zu punkten.
ProSieben überträgt den "Bundesvision Song Contest 2013" am 26. September live ab 20.15 Uhr.