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China: Mit dem Ferrari Pirouetten auf der Stadtmauer gedreht

China

Mit dem Ferrari Pirouetten auf der Stadtmauer gedreht

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    Viele Chinesen kritisieren die Werbeaktion eines Autobauers in Nanking: Eine Ferrari-Fahrt auf einer historischen Mauer hinterließ Beschädigungen.
    Viele Chinesen kritisieren die Werbeaktion eines Autobauers in Nanking: Eine Ferrari-Fahrt auf einer historischen Mauer hinterließ Beschädigungen. Foto: AFP

    Wie kommt ein Ferrari auf eine Mauer? Eine Werbefahrt war der Anlass, warum ein Kran den teuren Sportwagen auf die historische Stadtmauer von Nanking hiefte. Das hat  in China Empörung hervorgerufen. Im Internet wurde der italienische Autobauer kritisiert, nachdem ein örtlicher  Ferrari-Vertreter das jahrhundertealte Bauwerk für einen  PR-Auftritt missbraucht hatte. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch.

    Ein Ferrari auf der Festung hinterlässt Spuren

    Bei dem Werbe-Event hatte ein Kran einen Ferrari auf die im 14. Jahrhundert während der Ming-Dynastie errichtete Stadtmauer gehoben. Anschließend vollführte der Sportwagen darauf mehrere 360-Grad-Drehungen - und hinterließ dabei fette schwarze Reifenspuren auf den antiken Steinen. Einen Tag später versuchten  Arbeiter vergeblich, die Spuren wegzuschrubben.

    9000 Euro für Pirouetten auf der Mauer

    Laut Xinhua gab die Ferrari-Vertretung umgerechnet rund 9000 Euro für die Veranstaltung auf einem der am besten erhaltenen Abschnitte der Stadtmauer aus. Das beworbene Auto war ein  Sondermodell des Ferrari 458 Italia im Wert von 720.000 Euro. "Ein Ferrari für sechs Millionen Yuan gegen eine 600 Jahre alte Stadtmauer. Was tun die Behörden in Nanking nur?", fragte ein Internet-Nutzer. "Wir können nicht tolerieren, dass Ferrari das antike Stadttor ruiniert", schimpfte ein anderer.

    Rüge für die Stadtverwaltung

    Die Stadtverwaltung habe die verantwortlichen Beamten gerügt,  berichtete die Agentur weiter. Sie hätten es versäumt, die Veranstaltung von höherer Stelle genehmigen zu lassen. Dabei könnte die Fahrt mit dem Ferrari auch weitere Schäden als nur Reifenspuren verursacht haben, meldete sich ein Experte zu Wort. afp/AZ

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