In „Die Hüter des Lichts“ aus der Animationsabteilung der Dreamworks-Studios führt Regisseur Peter Ramsey die mythischen Figuren der frühen Kindheit zu einem vorweihnachtlichen Familienabenteuerfilm zusammen. Die Hüter des Lichts (Ausschnitt 1)
Die Hüter des Lichts
Im Zentrum steht der hierzulande eher unbekannte Jack Frost, der ein wenig an Peter Pan erinnert und auf seinem Stock durch die Lüfte surft, um Straßen, Bäume und die Fenster der Kinderzimmer mit Eisblumen zu überziehen. Aber auch wenn er seine junge Klientel mit nächtlichem Schneezauber glücklich macht, will keines der Kinder wirklich an ihn glauben. Trotzdem wird der Frostgeist vom allmächtigen Mann im Mond zum Hüter berufen. Gemeinsam mit einem Team aus Weihnachtsmann, Sandmann, Osterhase und Zahnfee soll er nicht nur Schlaf und Seelenheil der Kinder beschützen, sondern auch gegen den Schwarzen Mann antreten, der Angst und Schrecken über die Welt bringen will. Die Hüter des Lichts (Ausschnitt 2)
Regisseur ist Peter Ramsey
Der Finsterling und die durch die Lüfte galoppierenden Alptraum-Pferde erinnern deutlich an Voldemort und seine Totesser. Der Bösewicht ist hier eine tragische Figur, die darunter leidet, dass niemand mehr an sie glaubt, und nun die Kinder wieder gründlich das Fürchten lehren will. Für einen vorweihnachtlichen Animationsfilm führt „Die Hüter des Lichts“ erstaunlich viel metaphorischen und psychologischen Ballast im Gepäck. Was als harmloser Feenzauber beginnt, wächst sich zu einem handfesten Armageddon aus, in dem um die Wahrhaftigkeit der Kindheit und die Macht über die eigenen Träume gefochten wird. Aufgelockert wird der anti-apokalyptische Kampf durch wilde 3-D-Fahrten, jede Menge Sternenstaub und kindgerechte Humoreinlagen. Die Kinostarts vom 29. November
„Die Hüter des Lichts“ aus der Animationsabteilung der Dreamworks-Studios
Auf visueller Ebene will sich jedoch die wortreich beschworene Kraft der Magie nicht so recht einstellen. Die Animation prahlt zwar mit dreidimensionalen Effekten, aber an die optische Tiefe, den Detailreichtum und die Farbenpracht, mit denen etwa die Pixar-Produktion „Merida“ ihre Fantasiewelt auskleidete, kommt dieses Adventsauftragswerk nicht heran.