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Ebola-Epidemie
25.11.2014

Ebola-Fall in Italien: Arzt wird nach Infektion in Rom behandelt

In Italien wird nun ein Arzt behandelt, der sich in Sierra Leone mit Ebola infiziert hat.
Foto: Kristin Palitza (dpa)

Ein italienischer Arzt hat sich in Sierra Leone mit Ebola infiziert. Am Montag wurde er aus dem westafrikanischen Land ausgeflogen, um in seinem Heimatland behandelt zu werden.

Es ist wohl der erste italienische Ebola-Fall: Ein Arzt, der für die Nichtregierungsorganisation (NGO) Emergency in Westafrika tätig war, hat sich in Sierra Leone mit Ebola infiziert. Das Gesundheitsministerium in Rom hat angegeben, dass er der erste Italiener sei, der sich bislang mit dem gefährlichen Virus infizierte.

Der NGO-Mitarbeiter wurde am Montag von Sierra Leone ausgeflogen, um in Rom behandelt zu werden. Seine Ebola-Erkrankung soll im nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani geheilt werden. Der Patient hatte in Westafrika selbst in einer Klinik gearbeitet und fühlt sich nach Angaben der italienischen Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin "gut".

Italienischem Ebola-Patient geht es bislang gut

Obwohl er mit Ebola infiziert wurde, sei der Arzt aus Italien in einem guten Allgemeinzustand. Er habe noch kein Fieber und keine anderen Symptome, laut NGO Emergency sollen aber unspezifische Symptome bei ihrem Mitarbeiter aufgetreten sein. Es können drei Wochen vergehen, bis es zu einem Ausbruch der Ebola-Erkrankung kommt.

Erst, wenn Ebola-Patienten wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder Schmerzen zeigen, ist das lebensgefährliche Virus ansteckend. Selbst dann kann es aber nur durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. In Westafrika haben sich bereits mehr als 15.000 Menschen mit Ebola infiziert. Liberia, Guinea und Sierra Leone sind die am schlimmsten betroffenen Länder. AFP/sh

Sie stehen auf der Liste der Todesursachen ganz oben. An Pneumonie sterben jährlich nahezu 4 Millionen Menschen, vorwiegend Kinder. Die Lungenentzündung ist damit trauriger Spitzenreiter der Krankheiten, die die meisten Todesopfer fordern.
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