Startseite
Icon Pfeil nach unten
Panorama
Icon Pfeil nach unten

Elf Jahre nach 9/11: Flugzeugteil nahe Ground Zero gefunden

Elf Jahre nach 9/11

Flugzeugteil nahe Ground Zero gefunden

  • |
  • |
  • |
    Das Ground Zero Memorial in New York.
    Das Ground Zero Memorial in New York. Foto: dpa

    Elfeinhalb Jahre nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York ist ein großes Trümmerteil von einem der beiden zerschellten Passagierflugzeuge gefunden worden. Es sei zwischen zwei Bürogebäuden in Manhattan zwei Blocks vom Anschlagsort entfernt entdeckt worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Es handelt sich um ein Fahrgestellteil mit einer Seriennummer des US-Flugzeugbauers Boeing.

    Teil von 9/11-Flugzeug nach fast zwölf Jahren in New York gefunden

    Der Fundort werde nun genauer untersucht und fotografiert, erklärte die Polizei in der Ostküstenmetropole. Zudem solle dort nach möglichen menschlichen Überresten gesucht werden. Erst danach werde das Teil, auf dem die Boeing-Identifikationsnummer deutlich zu erkennen sei, entfernt. Zur Größe des Trümmerteils machte die Polizei keine Angaben. Laut dem Nachrichtensender NBC war es anderthalb Meter lang.

    Die Behörden waren am Mittwoch von einer Firma alarmiert worden, die im Auftrag des Eigentümers eines der beiden Grundstücke dieses näher untersucht hatten. Dabei entdeckten sie zufällig in dem Spalt zwischen den Gebäuden das Trümmerteil.

    Die Terroranschlägen vom 11. September 2001

    Die schwersten Terroranschläge seit dem 11. September 2001

    11. September 2001: New York Al-Quaida-Terroristen entführen vier Passagiermaschinen. Zwei davon kollidieren mit dem World Trade Center in Manhattan. Als seine beiden Türme in sich zusammenstürzen, sterben unzählige Zivilisten. Insgesamt kommen rund 3000 Menschen ums Leben. Mit den Anschlägen vom 11. September ist eine neue Dimension des Terrors erreicht.

    11. April 2002: Djerba Auf der tunesischen Urlaubsinsel sprengen Terroristen des Al-Quaida-Netzwerks vor einer Synagoge einen Lastwagen in die Luft. Unter den zahlreichen Opfern befinden sich 22 Touristen. 14 davon stammen aus Deutschland.

    12. Oktober 2002: Bali Wieder greifen islamistische Terroristen gezielt Touristen an. 202 Personen finden den Tod, als ein Selbstmordattentäter in "Paddy's Bar" eine Bombe zündet und auf der Straße eine tonnenschwere Autobombe explodiert.

    23. Oktober 2002: Moskau Fast 50 Terroristen bringen ein Theater mit rund 850 Gästen und Veranstaltern in ihre Gewalt. Sie verlangen den Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien. Die Befreiungsaktion kostet 129 Gefangene das Leben. Die meisten sterben am Gas, das das Einsatzkommando verwendet.

    12. Mai 2003: Riad Mehrere Bombenanschläge auf die Wohnhäuser westlicher Ausländer töten 35 Menschen. Die Attentate in der saudi-arabische Hauptstadt werden als Reaktion auf den Einmarsch amerikanischer Kampftruppen in den Irak gedeutet. Wahrscheinlich sind Al-Quaida Terroristen für die Angriff-Serie verantwortlich.

    16. Mai 2003: Casablanca In der marokkanischen Großstadt sterben mehr als 40 Personen, als sich an verschiedenen Orten Selbstmordattentäter in die Luft jagen. Ziel der Anschläge waren ausländische und jüdische Einrichtungen.

    19. August 2003: Bagdad Vor der Zentrale der UN explodiert eine Bombe in einem LKW. Das Gebäude wird vollständig zerstört und 22 Menschen kommen ums Leben. Auch der UN-Sondergesandte Sergio Vieira de Mello befindet sich unter den Toten.

    12. Mai und 8. November 2003: Riad In der Hauptstadt Saudi-Arabiens ereignen sich mehrere islamistische Terroranschläge auf die Quartiere von Ausländern. Die Angriffe fordern 43 Opfer.

    15. und 20. November 2003: Istanbul Erst haben Terroristen zwei Synagogen angegriffen und einige Tage später wurden zwei britische Einrichtungen Opfer islamistischer Anschläge. Die Übergriffe, zu denen sich die Al-Quaida-Gruppe "Brigaden des Märtyrers Abu Hafs el Masri" bekannte, forderten insgesamt 57 Tote.

    6. Februar 2004: Moskau Selbstmordattentäter verüben einen Anschlag die U-Bahn der russischen Hauptstadt. Die Tat geht vermutlich auf das Konto tschetschenischer Terroristen. Es sterben 41 Zivilisten.

    11. März 2004: Madrid Der Nahverkehr in Madrid wurde Schauplatz eines verheerenden Terroranschlages. Frühmorgens detonierten insgesamt zehn Bomben in vier dichtbesetzten Vorortzügen. 191 Fahrgäste kamen ums Leben, zahlreiche wurden schwer verletzt. Verdächtigt wurde zunächst das baskische Terrornetzwerk ETA. Die Seperatisten wiesen die Anschuldigungen zurück.

    1. September 2004: Beslan Rund 30 tschetschenische Terroristen um den berüchtigten Warlord Schamil Bassajew stürmten eine Schule in Nordossetien und setzten 1128 Kinder, Lehrer und Eltern fest. Sie fordern den Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien. Am dritten Tag der Geiselnahme kommt es zu einer Explosion. Panik bricht aus. Unter den 394 Toten sind auch 186 Kinder.

    7. Juli 2005: London Über 50 Menschen starben bei einer Anschlagsserie auf den Londoner Nahverkehr. Drei der vier Attentäter hatten pakistanische Wurzeln.

    27. Dezember 2007: Rawalpindi Als die ehemalige pakistanische Premierministerin Benazir Bhutto aus dem Exil zurückkehrt, kommt sie bei einem Selbstmordattentat ums Leben. Ihre Anhänger vermuten, dass es sich dabei um einen gezielten Mord handelte.

    26. November 2008: Mumbai In der indischen Megastadt ereignet sich eine mehrtägige islamistische Terrorserie. Es werden vor allem Touristen angegriffen. Bis zum 29. November sind den Anschlägen etwa 195 Menschen zum Opfer gefallen.

    29. März 2010: Moskau Erneut werden Anschläge auf die Moskauer Metro verübt. Zwei Selbstmordattentäterinnen aus Dagestan sprengen sich in die Luft. Es sterben 40 Fahrgäste.

    24. Januar 2011: Moskau Wieder ist Moskau das Ziel einer terroristischen Offensive. 35 Personen verlieren ihr Leben, als auf dem Flughafen "Domodedowo" ein Attentäter den Sprengsatz zündet, den er am Körper trägt.

    22. Juli 2011: Oslo und Utøya Der rechtsextreme Anders Behring Breivik zündete eine Autobombe im Regierungsviertel der Hauptstadt. Anschließend schoss er auf der Insel Utøya auf die Teilnehmer eines Jugendcamps der sozialdemokratischen Arbeiderpartei. Insgesamt starben durch seine Hand 77 unschuldige Menschen.

    Am 11. September 2001 hatten Extremisten des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge entführt und in das World Trade Center sowie ins Pentagon in Washington gesteuert. Eine vierte entführte Maschine stürzte im Bundesstaat Pennsylvania nahe Shanksville in ein Feld. Insgesamt starben bei den Anschlägen fast 3000 Menschen. Der Drahtzieher der Anschläge, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden, wurde im Mai 2011 beim Einsatz einer US-Spezialeinheit in seinem Versteck in Pakistan getötet.

    Gedenkstätte für die Opfer von 9/11

    Zum zehnten Jahrestag der Anschläge war am sogenannten Ground Zero in Manhattan die Gedenkstätte für die Opfer von 9/11 eingeweiht worden. Das Mahnmal besteht aus zwei Granitbecken, die in die viereckigen Fundamente der zerstörten Zwillingstürme eingelassen sind und an deren Seitenwänden sich Wasserfälle ergießen. Auf dem Gelände wird auch ein neues Gebäude, das sogenannte One World Trade Center, gebaut. Mit seinen 541 Metern soll es bei seiner Fertigstellung Ende 2013 oder Anfang 2014 das höchste Gebäude der westlichen Welt sein. afp

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden