Die Erfahrungen aus dem Spitzensport haben der ehemalige Skirennfahrerin und Olympiasiegerin Hilde Gerg geholfen, den Schicksalsschlag durch den Tod ihres ersten Ehemanns zu überwinden. „Die Höhen und Tiefen im Sport und die daraus erlernten Fähigkeiten – auf die habe ich zurückgreifen können in der Phase, als mein Leben so richtig zu wackeln angefangen hat“, sagte die 46-Jährige unserer Redaktion. „Denn das ist schon existenzbedrohend, wenn dein Mann stirbt“, sagte Gerg, deren Ehemann Wolfgang Graßl im Alter von 40 Jahren einem Riss der Aorta starb.
Hilde Gerg: Sohn Wolfgang "sieht genau aus wie der Papa"
„lch hatte zum Glück schon einige Schubladen, die ich aufmachen konnte, weil ich schon einiges erlebt hatte“, sagte Gerg, die damals mit zwei kleinen Kindern zur Witwe wurde. und kannst irgendwann darüber sprechen. „Es ist auch wichtig, dass man darüber reden kann und nicht gleich wieder in das Trauma hineinrutscht“, betonte die Lengrieserin. „Wir reden auch in der Familie schon öfter über Wolfgang. Er ist der Vater von den zwei älteren Kindern und die sollen schon mitbekommen, wer er war.“ Ihr Sohn Wolfgang werde seinem Vater immer ähnlicher. „Er sieht genauso aus wie der Papa.“ Damit gehe es ihr gut. „Ich weiß aber natürlich nicht, wie es sein wird, wenn er mal 17 oder 18 ist und in das Alter kommt, in dem ich seinen Vater kennengelernt habe“, sagte Gerg. „Es ist doch aber schön, dass das nicht verloren ist. Dass ein Stück dageblieben ist.“ (AZ)
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