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Facebook-Gründer will Milliarden spenden: Ist Mark Zuckerberg ein Weltverbesserer?

Facebook-Gründer will Milliarden spenden

Ist Mark Zuckerberg ein Weltverbesserer?

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    Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist Vater geworden. Nach der Geburt kündigte an, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden.
    Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist Vater geworden. Nach der Geburt kündigte an, 99 Prozent seiner Facebook-Aktien zu spenden. Foto: Courtesy of Mark Zuickerberg (dpa)

    Er und seine Frau hätten „nicht die Worte dafür, um zu beschreiben, welche Hoffnung du uns für die Zukunft gibst“, schreibt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem offenen Brief an seine neugeborene Tochter Maxima. Und: „Wie alle Eltern wollen wir, dass du in einer Welt aufwächst, die besser ist als die heutige.“ Dazu wollen der 31-jährige Multimilliardär und seine Frau Priscilla Chan, 30, ihren Beitrag leisten. Und der ist nicht zu verachten: „Wir werden 99 Prozent unserer Facebook-Anteile – aktuell etwa 45 Milliarden Dollar wert – im Lauf unseres Lebens für diese Mission bereitstellen“, heißt es in dem Schreiben weiter.

    Mark Zuckerberg will 45 Milliarden spenden

    Das ist Facebook

    Facebook ist nach wie vor das wichtigste soziale Netzwerk der Welt. Zahlen und Fakten:

    Facebook gibt es seit Februar 2004.

    Das weltweit beliebteste soziale Netzwerk zählt mehr als 2 Milliarden Mitglieder (Stand Ende 2017).

    Gegründet wurde das Unternehmen vom Amerikaner Mark Zuckerberg. Über ihn und seine Idee erschien 2010 der Film "The Social Network".

    Auf ihren persönlichen Profilseiten können die Facebook-Nutzer Nachrichten, Bilder oder Links verbreiten.

    Die Nutzung ist kostenlos. Einnahmen werden nur über das (personalisierte) Werbegeschäft erwirtschaftet.

    Seit Februar 2014 gehört auch der beliebte Messenger Whatsapp zu Facebook.

    Datenschützer sehen Facebook wegen seiner gewaltigen Datensammlung kritisch.

    45 Milliarden Dollar für gute Zwecke – was soll man davon halten? Soll man Zuckerberg zum Weltverbesserer erklären? Oder ist Skepsis angebracht? Von seiner Facebook-Seite aus, auf der er diese Ankündigung machte, verbreitete sich die Nachricht innerhalb von Sekunden um die ganze Welt. Mehr als 1,55 Milliarden Menschen sind mittlerweile in dem Internet-Netzwerk aktiv. Sie nutzen die Plattform, um miteinander in Kontakt zu bleiben – und zahlen dafür mit ihren persönlichen Daten.

    Hat Zuckerberg ihr Leben bereichert oder vor allem sein eigenes Konto? Hat er aus Profitgier gehandelt? Oder aus Hunger nach Macht? Der Sohn eines Zahnarztes und einer Psychotherapeutin, geboren in einem Vorort von New York, hatte die Plattform zusammen mit Freunden 2004 ins Internet gestellt. Anfangs war Facebook nur für seine Kommilitonen der Elite-Universität Harvard gedacht. Doch bald öffnete er das Netzwerk für weitere Schulen und Unis – und für den Rest der Welt. Sein Psychologie-Studium brach er dafür ab.

    Facebook-Gründer: Netter ehemaliger Student von nebenan oder machtbesessener Sonderling?

    Schon 2007 galt Facebook als „heißestes Internetunternehmen der Welt“ (Die Welt) und Zuckerberg wurde als „Wunderkind“ gehandelt (FAZ). Im selben Jahr verkaufte er 1,6 Prozent der Facebook-Anteile an Microsoft – für 240 Millionen Dollar. 2008 erklärte ihn der Spiegel zum „jüngsten Selfmade-Milliardär aller Zeiten“. Er fühle sich aber „nicht reich“, sagte Zuckerberg damals. Und: Er lebe „in einem kleinen Apartment, habe bis vor kurzem auf einer einfachen Matratze auf dem Fußboden geschlafen“.

    Ist er tatsächlich der nette ehemalige Student von nebenan, als der er sich selbst gern präsentiert? Oder ist er der machtbesessene Sonderling, als den ihn der Regisseur David Fincher 2010 in dem Film „The Social Network“ darstellte? Die Aufsicht über die „Chan Zuckerberg Initiative“, in die er nach und nach sein Vermögen einzahlen will, wird Zuckerberg selbst innehaben. Er wandelt, genau betrachtet, sein Geld in Macht um – in die Macht, Gutes zu tun. Deshalb muss man Zuckerberg nicht zum Weltverbesserer erklären. Aber man kann feststellen, dass es Menschen gibt, ziemlich viele sogar, die weniger Sinnvolles mit ihrem Erfolg und ihrem Reichtum anzufangen wissen.

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