Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, dienen in den USA laut einem Medienbericht als Vorlage für eine Folge der Krimiserie "Law and Order: Special Victims Unit". Das US-amerikanische Magazin "TV Guide" berichtete am Freitag auf seiner Internetseite, der US-Schauspieler Franco Nero solle in der ersten Folge der neuen Staffel einen mächtigen Italiener spielen, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. Die Folge solle am 21. September ausgestrahlt werden, schrieb das Magazin. "TV Guide" zitierte einen Mitarbeiter aus dem Umfeld der Produktion. Demnach lehne sich die Handlung an den Fall Strauss-Kahn an, der im Mai dieses Jahres aufgrund der Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn von seinem Posten als IWF-Chef zurücktreten musste.
NBC-Serie verarbeitet häufig Fälle aus dem wirklichen Leben
Ein Sprecher der Produktionsfirma erklärte indes, der Plot der Episode sei fiktiv. Die auf dem Sender NBC ausgestrahlte Serie verarbeitet häufig Fälle aus dem wirklichen Leben, die für Schlagzeilen sorgten.
Ein New Yorker Zimmermädchen wirft Strauss-Kahn vor, er habe Mitte Mai in seinem Hotelzimmer versucht, sie zu vergewaltigen, und habe sie zum Oralsex gezwungen. Nachdem Anfang Juli massive Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit aufgekommen waren, kam der 62-jährige Franzose unter Auflagen frei. Die Anklage gegen ihn bleibt jedoch vorerst weiter bestehen. Strauss-Kahns nächster Gerichtstermin soll am 23. August stattfinden. Es gibt Spekulationen, wonach die Staatsanwaltschaft die Klage dann fallenlassen könnte. afp/AZ