Die Aufregung war groß am Donnerstagnachmittag: Vor der kanarischen Insel Gran Canaria sei ein Flugzeug abgestürzt. Der vermeintliche Absturz der Passagiermaschine ging sofort um die Welt - und stellte sich wenig später zum Glück als ein Missverständnis heraus.
Gran Canaria: "Flugzeugabsturz" entpuppt sich als ein Schiff
Bei dem Objekt, das in der Küstennähe gesichtet wurde, handelte es sich nicht um ein Flugzeug, sondern um ein Abschleppschiff. Das teilte der kanarische Katastrophenschutz mit. Auf dem Foto, das die Flugkontrolle verbreitete, zeigt das Schiff in der Tat eine überraschende Ähnlichkeit mit der Silhouette eines bruchgelandeten Flugzeugs auf.
Falschmeldung um Absturz verbreitete sich wie ein Lauffeuer
Die Verwirrung um den angeblichen Flugzeugabsturz vor Gran Canaria wurden von einer erst nach zehn Minuten korrigierten Twitter-Meldung des Katastrophenschutzes auf der spanischen Inselgruppe ausgelöst. Darin hieß es am Donnerstagnachmittag, die Flugkontrolle der Kanaren habe "den Absturz eines Flugzeugs ins Meer bestätigt." So geschehen angeblich "zwei Meilen vor der Küste" auf Höhe der Ortschaft Jinámar.
Das ist Gran Canaria
Gran Canaria ist nach Teneriffa und Fuerteventura die drittgrößte der Kanarischen Inseln.
Sie liegt westlich von Marokko im Atlantischen Ozean.
Gran Canaria hat eine Fläche von 1.560 Quadratkilometern.
Auf der Insel leben knapp 800.000 Menschen.
Wie alle Inseln dort ist auch Gran Canaria vulkanischen Ursprungs.
Die Insel gehört zu Spanien.
Jährlich besuchen rund 2,8 Millionen Touristen die beliebte Ferieninsel.
Der internationale Flughafen von Gran Canaria befindet sich etwa 18 Kilometer südlich der Hauptstadt Las Palmas.
Jeder dritte Tourist kommt aus Deutschland.
Die örtliche Presse verbreitete diese Nachricht sofort weiter. In den Online-Netzwerken verbreitete sich die Falschmeldung wie ein Lauffeuer rund um die Welt.
Erinnerung an das Flugzeug-Drama auf Teneriffa
Wohl auch unter dem Eindruck des Rätsels um die im Indischen Ozean verschollene Malaysia-Airlines-Maschine nahm das Gerücht rasch bedenkliche Dimensionen an. Einige Medien berichteten zwischenzeitlich gar über den Absturz einer Boeing 737. Dies weckte böse Erinnerungen an ein reales Drama auf den Kanaren: 1977 waren bei der Kollision zweier Passagiermaschinen des Typs Boeing 747 auf dem Flughafen von Teneriffa 583 Menschen ums Leben gekommen. afp/AZ