Hier verraten Reiseveranstalter die skurrilsten Urlaubsbeschwerden der Deutschen:
Nicht alles inklusive: Die beiden Junggesellen haben sich schon auf ihren All-inclusive-Urlaub gefreut. Doch dann mussten sie feststellen, dass gar keine Damen im Preis inklusive waren! Darüber haben sie sich beim Reiseveranstalter beschwert - und wollten die Kosten für eine Prostituierte geltend machen.
"Wir waren gezwungen, auf junge Damen auserhalb der Hotelanlage auszuweichen", schrieben die Urlauber in ihrem Beschwerdebrief. Diese Leistungen seien logischerweise nicht "all inclusive" gewesen. Trotz Verhandlungsgeschick mussten die Männer 70 US-Doller pro Person und Nacht bezahlen. "Wir bitten Sie daher, uns den Betrag per Verrechnungsscheck zu erstatten", so die enttäuschten Urlauber.
Die Bier-Klage: Ein anderer, deutscher Urlauber nahm's ganz genau: Während des Abendessens bestellte er im Hotel regelmäßig Bier. Bedauerlicherweise lag die Menge des Bieres immer einen Zentimeter unter dem Eichstrich. Nach der Reise wollte er sich das Bier, das ihm unverschämterweise entgangen ist, erstatten lassen. "Der Gast hatte die entgangene Biermenge haargenau am aktuellen Bierpreis ausgerechnet", so der Reiseveranstalter.
Liebeskummer: Auch diese Beschwerde ist kurios: Eine Urlauberin hatte sich während ihres Aufenthalts in einen Animateur verliebt. Schon wenige Wochen nach ihrem Urlaub buchte sie eine neue Reise ins gleiche Hotel. Dort erwischte sie ihren Schwarm jedoch mit einem anderen Gast. Sie verlangte deshalb vom Reiseveranstalter, ihr die Kosten für den zweiten Urlaub zu erstatten.
Ehekrach: Auch dieser Urlauber hat schlechte Erfahrungen mit einem Animateur gemacht: "In dem von Ihnen angebotenen Familienhotel wurde meine Frau während des ganzen Urlaubs sehr heftig von einem der Animateure umworben", schrieb der verärgerte Tourist in seinem Beschwerdebrief. Während er auf die Kinder aufpasste, flirtete seine Frau mit dem Animateur fremd. "Das geschah alles hinter meinem Rücken", schrieb der Ehemann. Er forderte den Touristikkonzern dazu auf, Stellung zu nehmen. Denn seine Ehe stehe kurz vor dem Aus!
Ballermann: Wer seinen Urlaub in der Schinkenstraße auf Mallorca verbringt, muss wohl damit rechnen, dass es nachts etwas lauter werden kann. Ein deutsches Ehepaar tat das jedoch nicht: Obwohl die Umgebung des Hotels im Reisekatalog als "sehr lebhaft" beschrieben wurde, verbrachte das Paar ihre freien Tage am Ballermann - und forderte anschließend ihr Geld zurück, da sie kaum schlafen konnten. Sie haben ja nicht wissen können, dass es auch im Mai so zugeht. Sie dachten, es wäre dort nur während der Sommerferien so laut.
Gleichberechtigung: Ein deutscher Tourist musste während seines Urlaubs feststellen, dass in seinem Hotel neben Halbpension auch All Inclusive angeboten wurde - allerdings nur für englische Gäste. Der Gast empörte sich darüber und erwartete für seinen nächsten Urlaub im selben Hotel, dass entweder niemand All Inclusive haben darf oder auch er in den Genuss kommt. Von Stephanie Kundinger