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Filmkritik: "Der Hobbit" ist eine witzige Herrenrunde

Filmkritik

"Der Hobbit" ist eine witzige Herrenrunde

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    Ian McKellen als Gandalf in einer Szene des Kinofilms "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise".
    Ian McKellen als Gandalf in einer Szene des Kinofilms "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise". Foto: James Fisher/ Warner Bros/ dpa

    Es ist im Vorfeld viel über den neuen Film "Der Hobbit" von Peter Jackson geschrieben worden. Nachdem die "Herr der Ringe"-Triologie 17 Oscars erhalten hat, sind die Erwartungen bei den Fans hoch. Peter Jackson veröffentlicht die Vorgeschichte seines Fantasy-Epos wieder in drei Teilen. Die Schwierigkeit bestand darin, ein deutlich kürzeres Buch, als das mehr als 1500 Seiten starke Werk "Der Herr der Ringe", zu verfilmen. Peter Jackson machte alles richtig: Er fügt notwendige Ergänzungen hinzu, und bleibt trotzdem eng am Text. Fans der Bücher und Filmbegeisterte können mit dem Ergebnis zufrieden sein.

    "Der Hobbit" ist überraschend witzig

    Hobbit und Herr der Ringe: Tolkiens Figuren

    Hobbits sehen aus wie Menschen, nur sind sie lediglich halb so groß. Daher werden sie auch Halblinge genannt.

    Hobbits haben behaarte Füße, an denen sie selten Schuhe tragen. Sie haben charismatische Gesichter. Schön sind sie nicht.

    Hobbits gelten als charakterstark. Das erkannte auch Gandalf. Deshalb setzte er sie für heikle Missionen ein. Bilbo Beutlin etwa überlistete den Drachen Smaug.

    Die Zwerge leben unterirdisch in den Gebirgen. Sie sind klein, kräftig und tragen lange Bärte. Sie sind gute Steinmetze und beherrschen die Schmiedekunst.

    Die Zwerge sind auch tapfere Kriegsleute, aber sie würden sich nie freiwillig auf ein Pferd oder Pony setzen.

    Orks sind etwas kleiner als die Menschen, hässlich, haben eine grauschwarzer Hautfarbe und krumme Beine.

    Schwächere Orks und manchmal auch kriegsgefangene Elben, Menschen und Zwerge werden von den stärkeren Orks als Sklaven gehalten.

    Im Buch „Der kleine Hobbit“ treten sie als plündernde Banden auf. Bei „Der Herr der Ringe“ stellen die Orks ganze Armeen.

    Die Elben sind älter als die Menschheit und haben das Vorrecht der Unsterblichkeit.

    Tolkien zeichnete seine Elben als blasses, hochgewachsenes und schlankes Volk, ähnlich besonders schönen und edel aussehenden Menschen.

    Ents sind große, baumartige Wesen, die geschaffen wurden, um die Wälder von Mittelerde zu beschützen.

    Jeder Ent ist mit einer bestimmten Baumart verwandt und sieht diesem auch ähnlich.

    Gemächlichkeit bestimmt das Dasein der Ents und gerne geben sie sich der Dichtkunst hin. Vor Zorn können Ents jedoch rasend werden.

    Balrogs sind Dämonen. Tolkien selbst beschreibt sie folgendermaßen: „Im Herzen waren sie von Feuer, doch in einen Mantel von Finsternis gehüllt, und Entsetzen ging ihnen voraus; sie hatten Peitschen von Flammen.“

    Sauron ist der dunkle Herrscher. Saurons Ziel ist die Alleinherrschaft über Mittelerde. Er erbaut im Lande Mordor die mächtige Festung Barad-dûr.

    Sauron ist auf der Suche nach dem einen Ring, um die Bewohner Mittelerdes knechten zu können.

    Saruman ist ursprünglich der Oberste des Ordens der Zauberer und Vorsitzender des Weißen Rates. Er ist sehr bewandert in der Kunde von den Großen Ringen.

    Während Saruman zunächst gegen Sauron kämpft, wird er später von der Gier nach der Macht des Ringes und von Saurons Beeinflussungen zum Verrat veranlasst.

    Gandalf ist eine der Hauptfiguren in den Romanen "Der Herr der Ringe" und "Der kleine Hobbit".

    Gandalf hat die Gestalt eines alten Mannes mit langem Bart und grauen (später weißen) Haaren.

    Der gütige und einflussreiche Zauberer begleitet die beiden Hobbits Bilbo und Frodo Beutlin auf ihren gefährlichen Abenteuern.

    Vielen Szenen sorgen beim Zuschauer für Lacher, die es in der Häufigkeit bei Herr der Ringe nicht gab. Hauptdarsteller Martin Freeman (Bilbo), Andy Serkis (Gollum) und Ian McKellen (Gandalf) schaffen bei ihren gemeinsamen Szenen teilweise ein komödiantische Atmosphäre. Insbesondere Freemann, der ein ganz anderen Hobbit als Frodo darstellen darf, beweist einen witzigen (englischen) Charme. Hobbit Bilbo ist ein Autor, ein Bücherwurm und ein kleiner Spießer, der auf eine "unerwartete Reise" geht, bei der er charakterlich wächst. Während Frodo ein Bürdenträger ist, hat Bilbo die Rolle eines klassischen Helden. Bei seinem Abenteuer mit Gandalf dem Zauberer und 13 Zwergen gibt es viel Situationskomik, die dem langen Film (fast drei Stunden) gut tut.

    Das neue "High Frame Rate 3D" liefert unvergessliche Bilder

    Der Film im neuen 3D-Format ist ein weiterer Schritt die Illusion im Kino zu verbessern. Als die Gebrüder Lumière 1896 in einem Pariser Café den stummen Kurzfilm "Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat" vorführten sollen einige Zuschauer fluchtartig das Café verlassen haben, weil sie glaubten der Zug würde auf sie zu fahren. Die 3D-Technik ist ein weiterer Schritt eine perfekte Illusion der Realität herzustellen.

    Als erster Regisseur entschloss sich Jackson in HFR 3D (High Frame Rate 3D) einen Kinofilm zu veröffentlichen. HFR ermöglicht eine Bildwiederholfrequenz von 48 Bildern pro Sekunde, üblich sind 24. Die Aufnahmen sind damit flüßiger und detailreicher. Das Wesen Gollum und andere animierten Gestalten sehen deutlich besser aus als bei HdR. Neun Jahre der technischen Entwicklung sind bemerkbar. Die 3D-Illusion entwickelt mit der HFR-Technik erst ihre wirkliche Stärke. Eine Wucht, an die sich der Geschmack und die Augen des Zuschauers während des Films erst gewöhnen müssen.

    Besonders in der zweiten Hälfte des Films brennen sich die Bilder dann durch ihre absolute Schärfe ins Gedächtnis. Teilweise hat der Zuschauer das Gefühl, dass er mitten im Geschehen ist. So hat man einen Kinofilm noch nicht gesehen! Wer den Film nur sehen möchte, kann in die 2D-Fassung gehen. Wer jedoch ein Erlebnis möchte, der sollte Platons Höhle verlassen und den Film in 3D HFR sehen.

    Ohne Cate Blanchett wäre "Der Hobbit" eine reine Herrenveranstaltung

    Hobbit und Herr der Ringe: Tolkiens Figuren

    Hobbits sehen aus wie Menschen, nur sind sie lediglich halb so groß. Daher werden sie auch Halblinge genannt.

    Hobbits haben behaarte Füße, an denen sie selten Schuhe tragen. Sie haben charismatische Gesichter. Schön sind sie nicht.

    Hobbits gelten als charakterstark. Das erkannte auch Gandalf. Deshalb setzte er sie für heikle Missionen ein. Bilbo Beutlin etwa überlistete den Drachen Smaug.

    Die Zwerge leben unterirdisch in den Gebirgen. Sie sind klein, kräftig und tragen lange Bärte. Sie sind gute Steinmetze und beherrschen die Schmiedekunst.

    Die Zwerge sind auch tapfere Kriegsleute, aber sie würden sich nie freiwillig auf ein Pferd oder Pony setzen.

    Orks sind etwas kleiner als die Menschen, hässlich, haben eine grauschwarzer Hautfarbe und krumme Beine.

    Schwächere Orks und manchmal auch kriegsgefangene Elben, Menschen und Zwerge werden von den stärkeren Orks als Sklaven gehalten.

    Im Buch „Der kleine Hobbit“ treten sie als plündernde Banden auf. Bei „Der Herr der Ringe“ stellen die Orks ganze Armeen.

    Die Elben sind älter als die Menschheit und haben das Vorrecht der Unsterblichkeit.

    Tolkien zeichnete seine Elben als blasses, hochgewachsenes und schlankes Volk, ähnlich besonders schönen und edel aussehenden Menschen.

    Ents sind große, baumartige Wesen, die geschaffen wurden, um die Wälder von Mittelerde zu beschützen.

    Jeder Ent ist mit einer bestimmten Baumart verwandt und sieht diesem auch ähnlich.

    Gemächlichkeit bestimmt das Dasein der Ents und gerne geben sie sich der Dichtkunst hin. Vor Zorn können Ents jedoch rasend werden.

    Balrogs sind Dämonen. Tolkien selbst beschreibt sie folgendermaßen: „Im Herzen waren sie von Feuer, doch in einen Mantel von Finsternis gehüllt, und Entsetzen ging ihnen voraus; sie hatten Peitschen von Flammen.“

    Sauron ist der dunkle Herrscher. Saurons Ziel ist die Alleinherrschaft über Mittelerde. Er erbaut im Lande Mordor die mächtige Festung Barad-dûr.

    Sauron ist auf der Suche nach dem einen Ring, um die Bewohner Mittelerdes knechten zu können.

    Saruman ist ursprünglich der Oberste des Ordens der Zauberer und Vorsitzender des Weißen Rates. Er ist sehr bewandert in der Kunde von den Großen Ringen.

    Während Saruman zunächst gegen Sauron kämpft, wird er später von der Gier nach der Macht des Ringes und von Saurons Beeinflussungen zum Verrat veranlasst.

    Gandalf ist eine der Hauptfiguren in den Romanen "Der Herr der Ringe" und "Der kleine Hobbit".

    Gandalf hat die Gestalt eines alten Mannes mit langem Bart und grauen (später weißen) Haaren.

    Der gütige und einflussreiche Zauberer begleitet die beiden Hobbits Bilbo und Frodo Beutlin auf ihren gefährlichen Abenteuern.

    Obwohl die Rolle der Elbin Galadriel nicht im Hobbit-Roman vorkommt, war Cate Blanchett die erste Schauspielerin von HdR, die von Jackson eine Rolle bekam. Das liegt wahrscheinlich auch daran, da sonst keine Frau in einer tragenden Rolle im Film vorgekommen wäre. Cate Blanchett in der Rolle der Galadriel sorgt für Anmut und Eleganz und hat zu Gandalf, so viel darf verraten werden, einen ganz besonderen Bezug.

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