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Flughafen Hamburg: Hamburger Flughafen wird nach Helmut Schmidt benannt

Flughafen Hamburg

Hamburger Flughafen wird nach Helmut Schmidt benannt

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    Der Flughafen Hamburg trägt künftig den Zusatz "Helmut Schmidt".
    Der Flughafen Hamburg trägt künftig den Zusatz "Helmut Schmidt". Foto: Christian Charisius/Archiv (dpa)

    Künftig trägt der Hamburger Flughafen den Namenszusatz "Helmut Schmidt". Die Hamburgische Bürgerschaft beschloss am Donnerstag die offizielle Bezeichnung des Airports im Norden der Stadt um den Namen des früheren Bundeskanzlers zu ergänzen. Die Linken enthielten sich. Der SPD-Politiker und Hamburger Ehrenbürger Helmut Schmidt war im November 2015 im Alter von 96 Jahren gestorben.

    Das war Helmut Schmidt

    Am 23. Dezember 1918 wird Helmut Heinrich Schmidt in Hamburg-Barmbek geboren.

    1939 bis 1945 kämpfte er als Soldat im Zweiten Weltkrieg.

    1942 heiratete er seine frühere Klassenkameradin Loki Glaser.

    1946 trat er in die SPD ein.

    Als Innensenator in Hamburg macht sich Schmidt 1962 einen Namen bei der Flutkatastrophe.

    1967 bis 1969 war Schmidt Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

    1969 bis 1972 war er Verteidigungsminister im ersten Kabinett von Willy Brandt.

    Im zweiten Kabinett von Brandt 1972 bis 1974 besetzte er den Posten des Finanzministers

    Nach dem Rücktritt Brandts wählte ihn der Bundeskanzler 1974 zum Bundeskanzler.

    Der Deutschen Herbst 1977 ist eine der größten Herausforderungen für Schmidt. Die RAF nimmt Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer als Geisel, die Lufthansa-Maschine „Landshut“ wird entführt. Schmidt gibt den Forderungen der Terroristen nicht nach. Schleyer wird ermordet.

    1982 wechselt die FDP die Seiten und Schmidt wird durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt. Neuer Kanzler wird Helmut Kohl (CDU).

    Schmidt wird 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“.

    2010 stirbt Ehefrau Loki mit 91 Jahren.

    Die Familie des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Schleyer macht offiziell ihren Frieden mit Schmidt. 36 Jahre nach Schleyers Tod verleiht sie ihm 2013 den Hanns-Martin-Schleyer-Preis.

    Abgesehen von seinem in der Nähe des Flughafens gelegenen Wohnort in Hamburg-Langenhorn verband Schmidt mit dem Airport unter anderem sein Engagement zur Ansiedlung der Lufthansa Technik sowie sein Ehrenvorsitz im Flughafen-Aufsichtsrat. Den Hamburgern ist Schmidt vor allem wegen seines Einsatzes während der Sturmflut von 1962 im Gedächtnis. Sowohl der Flughafen selbst als auch Schmidts Angehörige hatten der Namensergänzung zuvor zugestimmt. dpa/AZ 

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