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Flugzeug-Absturz: Neue Vermutungen zur Unglücksursache

Flugzeug-Absturz

Neue Vermutungen zur Unglücksursache

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    Ein Flugzeug ist in Amsterdam abgestürzt.
    Ein Flugzeug ist in Amsterdam abgestürzt.

    Niederländische Expertensprachen dagegen weiter von denkbaren Problemen mit den Triebwerkenoder der Treibstoffzufuhr der verunglückten Boeing 737. Bei dem Absturzwährend des Landeanflugs kamen am Mittwoch neun Menschen ums Leben, 86wurden verletzt.

    Die türkische Pilotenvereinigung verdächtigtedie Fluglotsen am Airport Schiphol, möglicherweise eine Mitschuld zuhaben. Der Tower habe den Piloten der Turkish Airlines nicht vorTurbulenzen gewarnt, erklärte Talpa-Generalsekretär Savas Sen. Nachseinen Angaben, die von niederländischen Stellen allerdings nichtbestätigt wurden, war etwa zwei Minuten vor der türkischen Maschineeine Boeing 757 gelandet.

    Der Abstand zwischen den Flugzeugen seimöglicherweise zu gering gewesen, so dass die nachfolgende Maschineohne Vorwarnung in erhebliche Turbulenzen gekommen sein könnte. DasErgebnis der Untersuchungen erklärte Sen zu einer "nationalen Frage"der Türkei. Aus dem Ausland werde versucht, die türkischen Pilotenschlechtzumachen. Sen arbeitet für Turkish Airlines.

    Während amFreitag Dutzende Experten die Untersuchung der Wrackteile auf dem Ackerin der Nähe der Landebahn fortsetzten, bestätigte der US-FlugzeugbauerBoeing, dass unter den Toten zwei seiner Angestellten sind. Einweiterer Boeing-Mitarbeiter an Bord des Unglücksflugzeugs sei verletztworden und liege noch in Krankenhaus, hieß es in einer Mitteilung desKonzerns. "Dies ist ein trauriger Tag für unser Unternehmen", sagteBoeing-Chef Jim McNerney.

    Zuvor hatten die niederländischenBehörden mitgeteilt, bei dem Absturz seien vier US-Amerikaner und fünfTürken getötet worden. Die türkischen Opfer sollten noch am Freitag vonTurkish Airlines zur Beisetzung in ihre Heimat geflogen werden.

    Einoffizielles Zwischenergebnis der Ermittlungen sei nicht vor Sonntag zuerwarten, teilte eine Sprecherin der Flugsicherheitsbehörde mit.Dennoch äußerten sich holländische Experten in Interviews zuAugenzeugenberichten, wonach die Maschine aus knapp 100 Meter Höheplötzlich "mit dem Heck zuerst wie ein Stein vom Himmel fiel".

    Diesdeute auf einen Triebwerksausfall hin, sagte Untersuchungsleiter Pietervan Vollenhoven. Die Ursache dafür müsse jedoch erst noch ermitteltwerden. Andere Fachleute äußerten die Vermutung, dass es doch Problememit dem Treibstoff gegeben haben könnte. In dem Wrack sei kaum nochKerosin gefunden worden. Möglicherweise hätten Warninstrumente versagt.

    DenPiloten war jedoch nach niederländischen Medienberichten keintechnisches Problem oder gar ein Ausfall der Treibstoffzufuhr bewusst.Aufzeichnungen der Kommunikation zwischen Cockpit und Flugleitung beimLandeanflug machen deutlich, dass alle Beteiligten bis zum Absturz voneiner völlig normalen Landung ausgingen.

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