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Forschung: Darum sind Bananenschalen so rutschig

Forschung

Darum sind Bananenschalen so rutschig

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    Japanische Forscher haben den wissenschaftlichen Beweis erbracht: Die Schalen von Bananen sind tatsächlich rutschiger als anderes Obst.
    Japanische Forscher haben den wissenschaftlichen Beweis erbracht: Die Schalen von Bananen sind tatsächlich rutschiger als anderes Obst. Foto: Andrea Warnecke (dpa)

    Es ist ein Klassiker in jedem Comic und jedem Slapstick-Film: Da schlendert der kleine Willi nichtsahnend über die Straße, tritt auf eine Bananenschale - und zack, liegt er am Boden. Dass auf dem Boden liegende Bananenschalen extrem rutschig sind, ist im kollektiven Bewusstsein aller Bananen essenden Völker tief verankert. Aber: Sind die gelben Dinger tatsächlich so rutschig wie allgemein vermutet? Und wenn ja - woran liegt das?

    Experimente mit zwölf Bananen

    Japanische Forscher haben sich diesem, im wahrsten Sinne des Wortes "grundlegenden" Problem nun wissenschaftlich genähert. Sie fanden heraus: Die Schalen von Bananen sind tatsächlich glatter als andere. Denn Bananenschalen haben im Gegensatz zu anderem Obst einen besonders niedrigen Reibungskoeffizienten. Um das herauszufinden, führten die Wissenschaftler einen Test mit immerhin zwölf frischen Bananenschalen durch.

    Im Praxistest erwiesen sich Bananenschalen auf Linoleumboden oder Parkett als weitaus glitschiger als etwa die Schalen von Apfel, Zitrone oder Mandarine. Für Tänzer, die sich auf Ledersohlen übers blank gewienerte Parkett bewegen, liegt der Reibungskoeffizient sogar vier- bis fünfmal höher als bei den Testbananen. Tanzschuhe sind also vergleichsweise stumpf.

    Wer möglichst senkrecht auf Schale tritt, rutscht nicht aus

    Aber was macht die Bananen nun so glatt? Wie die Forscher herausfanden, befinden sich auf der Innenseite der Banane winzige Bläschen, die beim Zerquetschen eine ziemlich glitschige Mischung ergeben. Experten sprechen von mikroskopisch kleinen Follikeln, die sich durch den Druck des Fußes in eine kolloidale Dispersion verwandeln.

    Für Rutschgefährdete gibt es allerdings auch gute Nachrichten: Auch der Neigungswinkel des Beins beim Auftreten auf die Bananenschale spielt eine Rolle, sagen die Forscher. Wenn dieser klein genug ist, dann kann das Hinfallen vermieden werden. Will sagen, wer möglichst senkrecht auf die Schale tritt, hat bessere Chancen, nicht zu stürzen.

    Für ihre bahnbrechenden Erkenntnisse wurden die japanischen Forscher sogar mit dem satirischen "Ig-Nobelpreis" ausgezeichnet. Dieser wird an der Harvard-Universität in Boston vergeben. Ausgezeichnet werden Forschungsprojekte, die laut Beschreibung "erst zum Lachen und dann zum Nachdenken" anregen. (mash)

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