Ermittler haben am Freitag die Wohnungen von 17 mutmaßlichen Mitgliedern der rechtsextremen Gruppe "Die Unsterblichen" in Hamburg und Niedersachsen durchsucht. Sie sollen am 17. Dezember 2011 schwarz gekleidet und mit weißen Totenmasken an einem illegalen Fackelzug durch Hamburg-Harburg beteiligt gewesen sein. Insgesamt waren an dem Aufzug nach Polizeiangaben bis zu 35 Maskierte beteiligt gewesen.
Die Beamten beschlagnahmten Beweismaterial
Bei der Durchsuchung beschlagnahmten gut 100 Beamte umfangreiches Beweismaterial, darunter Gas- und Schreckschusswaffen sowie möglicherweise Sprengstoff-Substanzen wie Pulver, Böller und Tränengaswurfkörper. Sichergestellt wurden auch Hakenkreuzfahnen, Computer, eine Axt, ein Messer sowie CDs und DVDs.
"Die Unsterblichen" sehen sich selbst als Widerstandsbewegung
Die "Unsterblichen" zielen nach Einschätzung von Experten vor allem darauf ab, junge Leute für die rechte Szene zu rekrutieren und machen Anleihen etwa bei der Occupy-Bewegung oder den Aktionen des Hackerkollektivs Anonymous, bei denen Masken zuerst eine Rolle gespielt hatten. Im Internet stilisiert sich die Gruppe selbst als Widerstandsbewegung gegen das "Schandwerk der Demokraten". dpa, afp