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Hass auf Deutsche: Mutmaßliche U-Bahn-Schläger vor Gericht

Hass auf Deutsche

Mutmaßliche U-Bahn-Schläger vor Gericht

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    Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen  mutmaßliche U-Bahn-Schläger. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++
    Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen mutmaßliche U-Bahn-Schläger. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: Tobias Kleinschmidt

    U-Bahn-Schläger: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat der Gerichtsprozess gegen vier mutmaßliche U-Bahn-Schläger in Berlin begonnen. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft wirft den jungen Angeklagten im Alter von 15 bis 18 Jahren versuchten Mord vor. Als Motiv wird Hass auf Deutsche und Freude an grundloser Misshandlung Schwächerer angenommen.

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    Immer wieder erschüttern Berichte von Gewaltattacken auf deutschen U-Bahn-Stationen das ganze Land. Und sie scheinen kein Ende zu nehmen zu wollen. Erst am Wochenende kam es erneut zu einem tragischen Vorfall...

    17. September 2011, Berlin: Ein 23-jähriger Mann und sein Begleiter werden gegen 4.50 Uhr im Berliner U-Bahnhof Kaiserdamm attackiert. Die beiden können flüchten, doch der 23-Jährige wird dabei tragischerweise von einem Auto erfasst. Der junge Mann erliegt noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Noch am selben Tag stellen sich ein 21- und ein 22-Jähriger bei der Polizei.  Gegen die zwei der mutmaßlichen Angreifer sind Haftbefehle erlassen worden. Nach einem dritten wird noch gefahndet.

    9. Juni 2011, Hamburg: Eine 12-Jährige wird in der Hamburger U-Bahn missbraucht. Erst setzt sich der Tatverdächtige ihr gegenüber in der U-Bahn und beginnt eine Unterhaltung. Daraufhin setzt sich das Mädchen neben den Mann und dieser nimmt während des weiteren Gesprächs sexuelle Handlungen an dem Mädchen vor. Am Bahnhof Niendorf steigen beide aus. Nach dem Täter wird gesucht.

    23. April 2011, Berlin: Ein betrunkener 18-jähriger Gymnasiast tritt viermal mit voller Wucht einem zufälliges Opfer gegen den Kopf. Ein couragierter 21-Jähriger aus dem Landkreis Donau-Ries greift ein und rettet damit das bereits schwer verletzte Opfer. Ein Tritt mehr und der Mann hätte tot sein können, sagen Ärzte. Der Schläger bekommt eine Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten.

    8. Januar 2011, Berlin: Ein 30-jähriger Bettler sticht in der Berliner U-Bahn einem 43-Jährigen mit einem Messer in den Oberschenkel. Das Opfer wollte ihm keine Almosen geben. Als der Sohn des Angegriffenen seinem Vater zur Hilfe kommt, verletzt der Mann auch ihn. Der Vater muss in einer Klinik notoperiert werden.

    12. November 2009, München: Ein offensichtlich alkoholisierter Mann pöbelt völlig grundlos eine Frau an der U-Bahn-Haltestelle Implerstraße in München an. Der 26-Jährige wirft der Frau eine Bierflasche an den Kopf. Daraufhin geht sie zu Boden. Vom Täter wird sie dann auch noch noch sexuell beleidigt. Mehrere Menschen am Bahnsteig beobachten den Angriff und schreiten sofort ein.

    12. September 2009, München: Der 18 Jahre alte Markus S. und der 17- jährige Sebastian L. prügeln den 50-jährigen Dominik Brunner am Münchner S-Bahnhof Solln zu Tode. Brunner stellte sich schützend vor vier Kinder, denen die jungen Männer zuvor gedroht und von ihnen Geld verlangt haben. Der Fall sorgt bundesweit für großes Aufsehen. Markus S. muss wegen Mordes für neun Jahre und zehn Monate in Jugendhaft, Sebastian L. wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sieben Jahren Haft verurteilt.

    6. Juni 2008, München: Ein 69- Jährige Rentner schubst eine 13- jährige Schülerin vor eine einfahrende U-Bahn. Die junge Griechin gerät zwischen zwei Waggons und wird auf den Bahnsteig zurück geschleudert. Sie übersteht den lebensgefährlichen Angriff mit blauen Flecken. Der Mann wird als der "U-Bahn-Schubser von München" gesucht und anhand des Fotos der Überwachungskamera identifiziert. Wegen gefährlicher Körperverletzung wird der Mann zu zwei Jahren und neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

    13. Februar 2008, München: Ein 65-jähriger Obdachloser greift einen Studenten mit einem Messer an. Nachdem er den Studenten bereits in der Münchner-U-Bahn beleidigt hatte, spuckt der Obdachlose beim Aussteigen den jungen Mann an. Der Student stellt den älteren Mann auf der Rolltreppe zur Rede. Statt einer Entschuldigung zückt der Obdachlose ein Klappmesser und zieht dem Studenten dieses durchs Gesicht. Wegen Mordversuchs wurde der Angreifer zu neun Jahren Haft verurteilt.

    21. Dezember 2007, München: Ein 76-jähriger Rentner wird in der U-Bahn von zwei Jugendlichen überfallen. Weil er sie zuvor aufgefordert hatte, in der U-Bahn nicht zu rauchen, schlagen und treten die Jugendlichen brutal auf den Mann ein. Er wird lebensgefährlich verletzt. Wegen versuchten Mordes verhängte das Landgericht München I gegen den 18-jährigen Spyridon L. achteinhalb Jahre Jugendhaft. Der 21-jährige Serkan A. wurde zu zwölf Jahre Gefängnis verurteilt.

    Die Schüler mit Migrationshintergrund sollen im Februar dieses Jahres einen Mann im U-Bahnhof Lichtenberg brutal zusammengeschlagen haben. Das Opfer lag mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen vier Wochen im künstlichen Koma. dpa

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