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Haushalt: Waschmaschinen im Test: "Sehr gut" ist keine

Haushalt

Waschmaschinen im Test: "Sehr gut" ist keine

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    Die Stiftung Warentest testete Waschmaschinen. "Sehr gut" schnitt dabei keines der Geräte ab.
    Die Stiftung Warentest testete Waschmaschinen. "Sehr gut" schnitt dabei keines der Geräte ab. Foto: Mascha Brichta dpa

    Der Sohn kommt vom Fußballtraining nach Hause und bringt eine Tasche gefüllt mit dreckigen Stutzen und übel riechenden Trikots mit. Die Tochter weigert sich, das Haus ohne ihr Lieblingsoberteil zu verlassen.

    Gerade Familien sind auf eine gute Waschmaschine angewiesen. In Zeiten steigender Energiekosten soll das Gerät zudem weniger Strom und Wasser verbrauchen.

    Stiftung Warentest: Keine Waschmaschine bekommt die Note "Sehr gut"

    Die Stiftung Warentest hat nun vierzehn Modelle miteinander verglichen. Die meisten Geräte schneiden im Test gut ab, mit der Bestnote ist aber keines ausgezeichnet worden. Meist brauchen die Maschinen sehr lange für ihre Arbeit.

    Die 60-Grad-Buntwäsche bewältigt kaum eine in weniger als zweieinhalb Stunden. Zudem erreichen viele Modelle im Energiesparmodus nicht die Temperatur, die bei dem Programm angegeben wird.

    Testsieger ist eines der teuersten Geräte

    Am schlechtesten schneidet das Gerät von Candy ab. Es bestand den Dauertest von über 1800 Waschgängen nicht. „Recht frühzeitig lief Wasser aus“, sagen die Prüfer. Testsieger ist ein Modell von Miele, das allerdings auch zu den teuersten gehört.

    Aufgrund der hohen Strompreise achten viele Verbraucher beim Kauf auf die Energieverbrauchskennzeichnung. Die meisten Modelle im Test haben die beste Einstufung „A+++“. Nach Angaben von Stiftung Warentest nutzen die Hersteller dafür allerdings keine innovative Technik, sondern einen Trick.

    Verbraucherschützer hält Energieeffizienzklassen für verwirrend

    Da die meiste Energie fürs Aufheizen des Wassers draufgeht, wird einfach weniger geheizt. Das spart Strom, heißt es. Zwar ist das Energiesparprogramm mit 60 Grad ausgezeichnet, die Maschine wäscht aber nur bei 45 bis 50 Grad. Um die Wäsche dennoch sauber zu bekommen, läuft sie einfach länger. Da sie dabei weniger Strom verbraucht, darf der Hersteller das Modell mit der besten Energieklasse „A+++“ auszeichnen.

    Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hält allein das System der Energieeffizienzklassen für verwirrend. Zunächst führte die Europäische Union eine Einteilung von A bis G ein, erweiterte sie aber 2011 um drei höhere Energieeffizienzklassen. Die Bestnote ist heute „A+++“. „Da muss man sich nicht wundern, dass der Verbraucher überfordert ist“, sagt Sieverding unserer Zeitung.

    Sparprogramm kann Pilzsporen begünstigen

    Eine Kennzeichnungspflicht für Elektrogeräte hält der Verbraucherschützer zwar für richtig, „aber wir brauchen eine verlässliche Klassifizierung“. Der Verbraucherschützer bevorzugt das „Top-Runner-Modell“. Dabei werden an einem Stichtag alle Geräte auf dem Markt getestet. Das effizienteste gilt danach für einen festen Zeitraum als Standard für die gesamte Branche. Das EU-System geht dagegen von einem Referenzwert aus, der bei manchen Gerätearten schon mehr als zehn Jahre alt ist.

    Abgesehen von der missverständlichen Einstufung ist es für die Stiftung Warentest „mehr als ärgerlich“, dass die Maschinen im Sparprogramm nicht heiß genug waschen. „Das Temperaturdefizit kann aus Hygienegründen zum Problem werden.“ Bestimmte Krankheitsverursacher wie Pilzsporen oder Viren seien sehr widerstandsfähig und würden erst ab 60 Grad beseitigt.

    Zudem empfehlen die Tester zweimal im Monat bei dieser Temperatur zu waschen. „Ansonsten können Bakterien mit der Zeit Teile im Innern der Maschine besiedeln und unangenehme Gerüche verursachen“, heißt es.

    Die meisten Geräte im Test haben ein Programm, bei dem tatsächlich die 60 Grad erreicht werden. Allerdings verbraucht die Maschine dabei deutlich mehr Strom und Wasser als im Sparmodus.

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