Kurz erklärt: Taifune, Hurrikane, Tornados
Wirbelstürme bedrohen jedes Jahr ganze Länder, töten Menschen und richten Milliardenschäden an. Was Sie über Taifune, Hurrikanes, Tornados und Zyklone wissen müssen:
Grundsätzlich sind Taifune, Hurrikane und Zyklone das gleiche, nämlich Wirbelstürme. Der Name hängt von der Region ab, in der sich das Naturspektakel ereignet.
Von einem Hurrikan spricht man, wenn der Wirbelsturm im Atlantik oder im Nordpazifik auftritt. Hurrikane drehen sich wie Taifune gegen den Uhrzeigersinn.
Mit dem Begriff Zyklon liegt man richtig, wenn der tropische Wirbelsturm im Indischen Ozean oder in der Südsee auftritt. Zyklone drehen sich im Urzeigersinn.
Taifun ist die korrekte Bezeichnung für einen Wirbelsturm im nordwestlichen Bereich des Pazifiks - etwa bei Japan.
Ein Tornado, in den USA auch Twister genannt, ist ein eher kleinräumiger Luftwirbel. Man spricht dabei auch von Windhose oder Wasserhose. Auch Tornados können eine verheerende Wucht gewinnen.
Typisch für Wirbelstürme ist das sogenannte Auge in der Mitte. Dabei handelt es sich um eine windfreie Zone im Zentrum des Sturms.
Wer mehr wissen will: Auf den Internetseiten des National Hurrikane Centers (http://www.nhc.noaa.gov/) lassen sich Wirbelstürme auf der ganzen Welt verfolgen. Sie werden dort auf animierten Karten angezeigt.
Abgeschwächt, aber immer noch stark genug, um für große Verwüstung zu sorgen, ist Hurrikan "Jova" am Mittwoch auf die mexikanische Küste getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde kam das schwere Unwetter in dem mittelamerikanischen Land an. Obwohl der Hurrikan schon an Stärke verloren hat und weiter verlieren soll, werden heftige Überschwemmungen befürchtet.
Altenheim evakuiert
In der Region Manzanillo sind die Bewohner dazu aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Aus einem überfluteten Altenheim wurden Dutzende von Menschen evakuiert, der Hafen von Manzanillo blieb geschlossen. Rund 1500 Soldaten beteiligten sich am Kampf gegen den Sturm und leisteten Nothilfe.
Heftige Regenfälle im Gepäck
Mit heftigen Regenfällen im Gepäck bewegte sich der Sturm stetig nach Nordosten. Der Tropensturm "Irwin" hat über dem Pazifik inzwischen an Stärke hinzugewonnen. Er bewegte sich ebenfalls in Richtung Küste, trifft aber laut Prognosen nicht auf das Festland. (dpa)