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Hochwasser
10.06.2013

Bekennerschreiben: Chaoten wollen Deiche einreißen

In Wittenberge beispielsweise, sickerte am Sonntag bereits Elbwasser durch einen Deich in der Altstadt. Chaoten drohen mancherorts Deiche einreißen.
Foto: Bodo Marks (dpa)

Die Gruppe "Germanophobe Flut-Brigade" droht damit, in Hochwassergebieten Deiche zu sabotieren. Ihr Ziel: "Deutschland unter den Wassermassen leiden lassen."

Im Kampf gegen die Fluten haben Unbekannte angekündigt, mehrere Deiche in Hochwassergebieten einreißen zu wollen. Die Gruppe, die sich "Germanophobe Flut-Brigade" nennt, nehmen in einem Bekennerschreiben unter anderem Bezug auf Deiche in Sachsen-Anhalt. Sie wollen "Deutschland unter den Wassermassen leiden lassen". Die Behörden nehmen die Drohungen sehr ernst und leiteten erste Maßnahmen ein.

Anonyme "Flut-Brigade"

So überwacht die Polizei in den von Fluten betroffenen Gebieten verstärkt den Luftraum. Ein Polizeisprecher in Sachsen-Anhalt sagte Medienberichten zufolge, dass die Einsatzkräfte und Stäbe angewiesen wurden, an Deichen "besondere Vorkommnisse zu melden". Denn die anonyme "Flut-Brigade" will die "Deiche so weit beschädigen, dass das Wasser endlich wieder die Städte fluten kann".

In ihrem Pamphlet schreiben sie weiter: "Wir wollen Deutschland in den Rücken fallen" und  zum Beispiel „Magdeburg endlich das geben, was unsere Freunde aus England leider nicht beendet haben“. Offenbar eine Anspielung auf die Zerstörung der Stadt durch englische Bomben im Jahr 1945.

Wurden die Drohungen bereits in die Tat umgesetzt?

Möglicherweise hat die Gruppe ihre Drohungen teilweise bereits wahr gemacht.​ So gaben die Chaoten an, bereits in den Gemeinden Susigke, Großtreben-Zwethau, Elebenau in Sachsen-Anhalt Dämme beschädigt zu haben. Die Sprecherin des Innenministeriums Sachsen-Anhalts, Anke Reppin, sagte: "An jedem Damm patrouillieren jetzt rund um die Uhr so genannte Deichwachen", so Reppin. Diese sollen verdächtige Beobachtungen sofort melden.​ Auch Wärmebildkameras sind im Einsatz.

Unterdessen wandern die Fluten der Elbe unaufhaltsam weiter. Unter den Wassermassen leidet derzeit vor allem Sachsen-Anhalt. Ein Deich ist bereits gebrochen. Auch Norddeutschland bereitet sich auf das Schlimmste vor. AZ

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