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Industriespionage: Agentenpaar: Mann soll Arbeitgeber ausspioniert haben

Industriespionage

Agentenpaar: Mann soll Arbeitgeber ausspioniert haben

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    Die Polizei hat ein mutmaßliches Agentenpaar aus  Russland festgenommen. Symbolbild, Archiv.
    Die Polizei hat ein mutmaßliches Agentenpaar aus Russland festgenommen. Symbolbild, Archiv.

    Die deutschen Sicherheitsbehörden haben Medienberichten zufolge ein mutmaßliches russisches Agentenpaar festgenommen, das seit mehr als 20 Jahren aktiv gewesen sein soll. Die Eheleute stünden im Verdacht, für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR gearbeitet zu haben, berichtet der Spiegel in seiner jüngsten Ausgabe. Auch der Focus schreibt, dass das Paar 1990 mit falscher Identität nach Deutschland gekommen sei.

    Mit einem Kurzwellensender hätten die beiden jahrelang verschlüsselte Nachrichten an Moskau abgesetzt. Die Bundesanwaltschaft bestätigte, dass am Dienstag "zwei Personen" wegen des dringenden Tatverdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit festgenommen worden seien. Sie seien dringend verdächtig, seit längerer Zeit in Deutschland für einen ausländischen Nachrichtendienst tätig gewesen zu sein. Den Berichten zufolge ertappten die Ermittler die Ehefrau in ihrem Zuhause im hessischen Marburg. Dort habe sie gerade verschlüsselten Agentenfunk gehört.

    Mann soll Firma ausspioniert haben

    Den Ehemann, einen Maschinenbauer, habe die Polizei an seinem Arbeitsplatz bei einem Autozulieferer in Balingen (Baden-Württemberg) aufgegriffen. Dort habe er unter anderem Betriebsgeheimnisse ausgespäht. Die beiden Verdächtigen sollen österreichische Pässe gehabt haben, die südamerikanische Länder als Geburtsort ausweisen. Recherchen der deutschen Sicherheitsbehörden in Südamerika hätten allerdings ergeben, dass diese Angaben nicht stimmten. Beide Verdächtige bestreiten laut Spiegel die Vorwürfe. Laut Focusbrachte die Ermittler ein Geheimdienst-Hinweis aus den USA auf die Spur der Verdächtigen. Die beiden pflegten offenbar intensiven Kontakt mit der 2010 in den USA aufgeflogenen russischen Agentin Anna Chapman.

    Regelmäßig sei ein Kurzwellenkanal belegt gewesen, den Chapman und das Duo nutzten, heißt es. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurde das mutmaßliche Agentenpaar am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehle erlassen und Untersuchungshaft angeordnet habe. Mit weiteren Ermittlungen sei das Bundeskriminalamt beauftragt. Weitergehende Auskünfte könnten derzeit nicht erteilt werden. Vom BKA gebe es in dieser Sache keine Auskünfte, sagte eine Sprecherin am Samstag. Der russische Auslandsgeheimdienst SWR wollte sich ebenfalls nicht zu dem Fall äußern. "Wir geben dazu keinen Kommentar ab", sagte SWR-Sprecher Sergej Iwanow am Samstag der Agentur Interfax in Moskau. dpa

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