Ein Sprecher des Vulkanologischen Instituts sagte dem spanischen Rundfunk, die Behörden blieben wachsam, es gebe aber keinen Grund, einen Alarm für die kanarische Insel auszulösen. Am Dienstag waren 600 Bewohner der kleinen Küstenstadt La Restinga nach der Unterwassereruption in Sicherheit gebracht worden.
Am Mittwochabend waren südwestlich von Punta Restinga auf der Wasseroberfläche zwei Teppiche, die stark nach Schwefel riechen, sowie tote Fische entdeckt worden. Mittlerweile bestätigten die spanischen Behörden, dass es vor der Insel zwei Magmaaustritte unter dem Wasser gab - die eine etwa 3,7 Kilometer von der Küste entfernt, die andere 2,7 Kilometer entfernt.
Die aktivsten Vulkane der Welt
Der Kilauea auf Hawaii ist der aktivste Vulkan der Erde. Er stößt mit Abstand das meiste Magma aus. Zu explosiven Ausbrüchen kommt es aber in der Regel nicht.
Der Popocatepetl in Mexiko stößt seit 1994 immer wieder Asche und bisweilen auch Lava aus. Zuvor hatte er eine rund 50-jährige Ruheperiode.
Der Ätna auf der Insel Sizilien gilt als einer der aktivsten Vulkan Europas.
Der Stromboli auf der gleichnamigen italienischen Insel ist der aktivste Europas.
Der Vesuv mit seinen derzeit 1281 Metern Höhe ist der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland, jedoch seit 1944 in einer Ruhephase. Er liegt am Golf von Neapel. Im Jahr 79 n. Chr. verschüttete ein Ausbruch des Vesuvs die Stadt Pompeji.
Der Mount St. Helens im Grenzgebiet zwischen USA und Kanada gilt als sehr aggressiv und unberechenbar. Spektakulär war sein großer Ausbruch 1980. Im Herbst 2004 brach er wieder aus - ebenso überraschend wie beim Mal davor.
Schwierig auszusprechen, dennoch in aller Munde: Der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island spuckte im März 2010 kilometerhohe Aschewolken in die Luft und löste damit ein Chaos im weltweiten Flugverkehr aus.
Der Mount Sinabung auf Sumatra brach im Sommer 2010 eher überraschend aus. Die Eruption des Vulkans, der zuvor 400 Jahre schlief, war rund acht Kilometer weit zu spüren.
Der Mayon auf den Philippinen liegt rund 330 Kilometer östlich der Hauptstadt Manila. Er brach in den letzten Jahrhunderten immer wieder aus. Besonders folgenschwer war eine Eruption 1993. Dabei starben 79 Menschen.
Der Nyiragongo mit seinen knapp 3500 Metern Höhe gilt als einer der gefährlichsten Vulkane Afrikas. Er steht im Grenzgebiet zwischen Demokratischer Republik Kongo und Ruanda.
Der Kelud auf der indonesischen Insel Java brach zuletzt 2014 aus. Mehrere Menschen starben. Bei einem Ausbruch 1990 kamen 30 Menschen um, 1919 kamen mehr als 5000 Menschen um.
Tatsächlich hatten spanische Experten nach der jüngsten Serie von Erdbeben bei der Kanaren-Insel El Hierro einen weiteren Austritt von Magma unter dem Meeresboden erwartet.
Inzwischen veröffentlichte die Nasa Satellitenfotos von El Hierro und dem Vulkan. Sie zeigen deutlich grüne Verfärbungen im Wasser. AZ