Die erste Schwangerschaft von Kate Middleton: eine Chronologie
Die Geburt des ersten Kindes von Prinz William und seiner Frau Kate hielt Großbritannien monatelang in Atem. Kates Schwangerschaft sorgte von Beginn an für Schlagzeilen...
3. Dezember 2012: Kate muss wegen extremer schwangerschaftsbedingter Übelkeit ins Krankenhaus. Angesichts der dadurch erschwerten Geheimhaltung verkündet der Buckingham-Palast offiziell, dass die Nummer zwei der britischen Thronfolge und seine Gemahlin ihr erstes Kind erwarten.
4. Dezember: Einem australischen Radiosender gelingt ein vielbeachteter Scherzanruf im Londoner Krankenhaus King Edward VII. Unter dem Vorwand, Kate sprechen zu wollen, wird die vermeintliche «Königin Elizabeth II.» zu deren Krankenstation durchgestellt, wodurch Informationen zum Gesundheitszustand der Schwangeren an die Öffentlichkeit geraten.
6. Dezember: Die Herzogin von Cambridge kann das Krankenhaus nach drei Nächten wieder verlassen und versichert, sich wieder «viel besser» zu fühlen.
7. Dezember: Die aus Indien stammende Krankenschwester Jacintha Saldanha, die den Scherzanruf des Radiosenders entgegengenommen und zu einer Kollegin durchgestellt hatte, wird erhängt aufgefunden. Die «Sunday Times» berichtete später, Saldanha habe einen Brief an die Krankenhausleitung hinterlassen, in dem sie das australische Moderatorenteam, das den Scherzanruf machte, für ihren Selbstmord verantwortlich mache.
16. Dezember: Bei einer BBC-Veranstaltung nimmt Kate erstmals wieder ihre öffentlichen Repräsentationspflichten wahr.
1. Februar: Die englische Staatsanwaltschaft verwirft eine Klage gegen den australischen Radiosender mit der Begründung: «So daneben dieser Anruf auch war, er war als harmloser Scherz gedacht.»
13. Februar: In Großbritannien bricht ein Empörungssturm los, nachdem ausländische Zeitschriften Urlaubsfotos von William und Kate auf der Karibikinsel Mustique veröffentlichen, auf denen die schwangere Herzogin mit Babybauch im Bikini zu sehen ist.
3. März: Am Rande einer Hochzeit in den Schweizer Alpen, zu der Kate mit William und dessen jüngerem Bruder Prinz Harry reist, wagt die werdende Mutter eine Schlittenfahrt.
5. März: Ist es ein Mädchen? Großbritanniens Medien sind völlig aus dem Häuschen, weil sich Kate angeblich verplappert haben soll. Als sie bei einem Termin im ostenglischen Grimsby einen Teddybär gereicht bekommt, bricht die Schwangere laut Augenzeugen ihre Antwort «Danke, das ist für meine T...» mitten im Satz ab.
4. Juni: Prinz Williams Gemahlin nimmt mit der Königsfamilie an den Feierlichkeiten zum 60. Krönungstag von Königin Elizabeth II. in der Westminster Abbey teil.
15. Juni: Bei der Feier zum 87. Geburtstag der Queen tritt die hochschwangere Kate letztmals vor der Geburt ihres Kindes in der Öffentlichkeit auf.
19. Juni: Aus Palastkreisen verlautet, Kate werde das für Mitte Juli angekündigte Kind im St.-Mary-Krankenhaus zur Welt bringen und hoffe auf eine natürliche Geburt. Das Geschlecht des Babys werde bis dahin geheim bleiben.
22. Juli: Am frühen Morgen wird Kate an der Seite ihres Mannes in die Entbindungsstation von St. Mary's eingeliefert. Gegen 16:24 bringt sie den kleinen Prinz George of Cambridge zur Welt.
Mit eindeutigen Aktionen hat Herzogin Catherine Spekulationen über eine erneute Schwangerschaft ein Ende bereitet: Während ihres Neuseeland-Besuchs beteiligte sie sich am Sonntag mit sichtlichem Genuss an einer Weinprobe. Hätte man da noch vermuten können, dass die Herzogin den Beobachtern mit Traubensaft ein Schnippchen schlagen wollte, gab es nach der anschließenden Jetboot-Fahrt keine Zweifel mehr - wäre Kate tatsächlich schwanger, hätte sie sich das vermutlich nicht angetan.
Kate schwanger? Prinz William hatte sich wohl einen Spaß erlaubt
Ausgelöst hatten die Spekulationen ausnahmsweise einmal nicht die Medien, sondern Prinz William höchstselbst. Während eines Rundgangs durch die Stadt Cambridge auf der Nordinsel hatte William am Samstag auch mit der Frau gesprochen, die Neuseelands offizielles Geschenk zur Geburt seines Sohnes George im Juli - ein Schal aus Merinowolle - gestrickt hatte. "Sie müssen bald vielleicht noch einen machen", sagte er. Read, die vor acht Jahren von England nach Neuseeland auswanderte, sagte daraufhin: "So wie William es gesagt hat, war es, als würde er einen Hinweis geben, als würde er mich in ein Geheimnis einweihen."
Journalisten hatten bereits am Donnerstag über eine erneute Schwangerschaft spekuliert, nachdem Kate bei einem Staatsempfang nur Wasser getrunken hatte. Ähnliche Gerüchte gab es schon einmal im September 2012, als Kate auf einer Asienreise mit ihrem Mann nur mit Wasser anstieß - zehn Monate später kam George auf die Welt.
Kate und William genießen den Pinot Noir und fahren Jetboot
Mit Argusaugen wurde nun beobachtet, wie sich die Herzogin von Cambridge am Sonntag während der Besichtigung eines Weinguts in der Region von Queenstown auf der Südinsel verhalten würde. Dabei beteiligte sie sich an der Weinprobe und "genoss den Pinot Noir", wie die Verbandsvorsitzende der Weinbauregion, Lucie Lawrence, anschließend betonte. Auch auf die wilde Bootstour mit einem "Shotover Jet" in Queenstown mochte die 32-Jährige nicht verzichten.
William und Kate bereisen noch bis zum 25. April gemeinsam mit ihrem acht Monate alten Sohn Neuseeland und Australien. Der kleine Prinz hatte am Mittwoch in einer Krabbelgruppe seinen ersten offiziellen Termin mit Bravour gemeistert. Den Rest des Aufenthaltes soll die Nummer drei der britischen Thronfolge jedoch bei der spanischen Nanny Maria Teresa Turrion Borrallo bleiben.
Kate zu Besuch bei den Kindern im Hospiz
Am Samstag absolvierte Kate ihren ersten eigenen Termin - sie besuchte ein Kinderhospiz in Hamilton auf der Nordinsel. Über 40 kleine Patienten des "Rainbow Place"-Hospizes und ihre Angehörigen erwarteten Kate mit großer Neugier. Geduldig beantwortete diese die Fragen der Kinder. Als Lee Thomson von ihr wissen wollte, ob auch Mitglieder des britischen Königshauses Gemüse essen müssen, antwortete sie: "Ja, ich muss mein Gemüse aufessen, ebenso wie George."
Kate setzt sich sehr für Kinderhospize in Großbritannien ein. Nach Angaben ihrer Umgebung will sie ihren Neuseeland-Besuch auch dazu nutzen, sich über die Palliativmedizin und -pflege zu informieren. Den todkranken Kindern des "Rainbow Place" und ihren Eltern sagte sie, sie wisse, welche schwierige Zeit sie durchlebten. Umso wichtiger sei es, einen "Ort wie diesen zu haben, an dem man über seine Gefühle sprechen kann und andere trifft, die dasselbe durchmachen". afp/AZ