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Kino: "Rubinrot": Fantastische Reise durch die Zeiten

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"Rubinrot": Fantastische Reise durch die Zeiten

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    "Rubinrot": Gwendolyn ist ein ganz normaler 16-jähriger Teenager - sieht man einmal davon ab, dass sie ein Zeitreise-Gen besitzt, das in ihrer Familie vererbt wird.
    "Rubinrot": Gwendolyn ist ein ganz normaler 16-jähriger Teenager - sieht man einmal davon ab, dass sie ein Zeitreise-Gen besitzt, das in ihrer Familie vererbt wird. Foto: Filmhaus

    Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrlich) ist das schwarze Schaf einer Familie, die sich in gehobenen Londoner Kreisen bewegt. Ihre Tollpatschigkeit bringt die 16-Jährige immer wieder in peinliche Situationen. Ihre Cousine Charlotte (Laura Berlin) hingegen wird vom Clan auch deshalb auf Händen getragen, weil sie vermutlich die nächste Trägerin eines speziellen Gens ist, das den Mitgliedern der Familie seit Jahrhunderten Reisen in die Vergangenheit ermöglicht.

    „Rubinrot“: Geschichte zwischen „Harry Potter“ und „Twilight“

    Natürlich stellt sich bald heraus, dass in Wirklichkeit Gwendolyn mit der genetischen Besonderheit ausgestattet ist. Auf die junge Frau warten spannende und gefährliche Abenteuer in unterschiedlichen Zeitperioden, bei denen sie sich wohl oder übel mit Charlottes Freund Gideon (Jannis Niewöhner) zusammenraufen muss, diesem selbstverliebten Schnösel …

    Die Schriftstellerin Kerstin Gier ist in erster Linie für humorvolle Alltagsgeschichten bekannt, die sich an ein weibliches Publikum richten. Vor einigen Jahren beschritt die Autorin neue Wege und ersann die Jugendbuch-Trilogie „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“, exakt platziert in der Lücke zwischen „Harry Potter“ und „Twilight“. Ihre Bücher verbinden ebenfalls Fantasy-Elemente mit einer Liebesgeschichte. Damit liegt sie im Trend, schafft aber ein ganz eigenes, unverwechselbares Universum.

    Regisseur Fuchssteiner drehte zuvor für „Verbotene Liebe“

    Nun wurde der erste Teil der Buchreihe verfilmt. Es war eine ungewöhnliche Entscheidung, die Regie des groß angelegten Projektes in die Hände eines vergleichsweise unerfahrenen Regisseurs wie Felix Fuchssteiner zu legen, der bislang für die Vorabend-Serie „Verbotene Liebe“ arbeitete und als Autor und Regisseur des Familiendramas „Draußen am See“ einen Achtungserfolg erzielen konnte. Der Filmemacher rechtfertigt das in ihn gesetzte Vertrauen, er setzt Mensch, Ort und Effekt wirksam in Szene.

    Die jugendlichen Hauptdarsteller sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch sehr talentiert. Besonders die sympathische Maria Ehrich überzeugt in romantischen Augenblicken ebenso wie in turbulenteren Sequenzen. Für die gestandenen Schauspieler des Ensembles (u. a. Gottfried John, Rüdiger Vogler, Uwe Kockisch) bleibt oft wenig zu tun. Immerhin sorgt Katharina Thalbach auf ihre unnachahmliche Art für manches Schmunzeln. Die Kinostarts vom 14. März

    "Rubinrot" läuft in zahlreichen Kinos der Region

    Nur an fünf Tagen wurde tatsächlich in London gedreht. Die Bilder vom Originalschauplatz verschmelzen mit Aufnahmen passend gemachter, einheimischer Örtlichkeiten zur überzeugenden Abenteuer-Kulisse. Sängerin Sofi de la Torre entlässt das Publikum mit mehr als einem Ohrwurm aus dem Kino.

    „Rubinrot“ ist passgenau geschneidertes Kino für eine jugendliche, überwiegend weibliche Zielgruppe. Kerstin Gier ist mit den moderaten Änderungen, die die Filmdramaturgie an ihrer Geschichte vorgenommen hat, voll und ganz einverstanden. Bleibt zu hoffen, dass auch die eingefleischten Fans ein wenig Toleranz aufbringen. Das Ende kommt, dem Trilogie-Charakter geschuldet, etwas abrupt. Aber wenn sich die Hoffnung auf ein reges Publikumsinteresse erfüllt, darf man schon in Kürze mit Nachschub rechnen. ***

    Filmstart in vielen Kinos der Region

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