Der Kran-Einsatz am Kölner Dom war spektakulär: Aus gut 100 Metern Höhe wurde der erste Teil eines großen Hängebaugerüsts vom Nordturm des Kölner Doms heruntergelassen. Es war der bislang größte Kran-Einsatz in der Geschichte des Kölner Doms.
Kran-Einsatz am Kölner Dom
Zahlreiche Neugierige schauten sich das Spektakel um den Kölner Dom an. Ein gigantischer Hydraulik-Kran senkte von dem teilweise gesperrten Vorplatz des Hauptbahnhofs aus das 25 Meter hohe Aluminiumbauteil am Montagvormittag sicher zu Boden.
Köln: Zehn Tonnen schweres Baugerüst auf die Domplatte
Die zehn größten Städte Deutschlands
Berlin: Die Stadt an der Spree ist seit 1991 Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Berlin ist Stadtstaat und mit knapp 3,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Bis zur Wiedervereinigung 1990 war Berlin durch eine Mauer in Ost und West geteilt.
Hamburg: Die Freie und Hansestadt Hamburg ist ein Stadtstaat mit ungefähr 1,8 Millionen Einwohnern. Damit ist sie die zweitgrößte Stadt Deutschlands. St. Pauli ist mit seiner "sündigen Meile", der Reeperbahn, der wohl berühmteste Stadtteil.
München: Die bayerische Hauptstadt hat ca. 3,51 Millionen Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt Deutschlands. Jedes Jahr findet hier das Oktoberfest statt und lockt Besucher aus aller Herren Länder an. Die Isar und viele Grünanlagen prägen das Stadtbild.
Köln: Das Wahrzeichen der Stadt am Rhein ist der Kölner Dom. Mit über einer Millionen Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Deutschlands. Köln ist als alte Römersiedlung bereits 2000 Jahre alt. Zur Karnevalszeit befindet sich die Stadt im absoluten Ausnahmezustand.
Frankfurt am Main: Frankfurt liegt in Hessen und belegt mit rund 680.000 Einwohnern Platz fünf in der Liste der größten Städte Deutschlands. Eine markante Skyline bestimmt das Stadtbild. Bekannt ist Frankfurt vor allem als Sitz der Europäischen Zentralbank, der Frankfurter Wertpapierbörse und als Geburtsort von Johann Wolfgang Goethe.
Stuttgart: Die Hauptstadt der Schwaben hat rund 600.000 Einwohner und ist die sechtgrößte Stadt in Deutschland. Sie liegt inmitten von Wald und Reben. Besonders ist der hügelige Charakter der Stadt. Der Höhenunterschied beträgt zum Teil fast 350 Meter.
Düsseldorf: Die Karnevalshochburg liegt in NRW und zählt um die 588.700 Einwohner. Damit ist sie die siebtgrößte Stadt Deutschlands. Düsseldorf liegt im Ruhrgebiet, ist Industrie- und Messestadt und ist Sitz zahlreicher namhafter Großkonzerne wie E.ON oder Henkel.
Dortmund: Die größte Stadt des Ruhrgebietes befindet sich auf der Liste der größten deutschen Städte an 8. Stelle. Knapp 580.000 Einwohnern bewohnen die ehemalige Industriemetropole. Mittlerweile hat sich Dortmund zu einem wichtigen Dienstleistungs- und Technologiestandort entwickelt.
Essen: Auch Essen befindet sich im Ruhrgebiet. Die neuntgrößte Stadt des Landes hat etwa 570.000 Einwohnern und ist ein zentraler Industriestandort. 2010 war Essen, stellvertretend für das Ruhrgebiet, europäische Kulturhauptstadt.
Bremen: Rund 547.300 Menschen leben in der zehntgrößten Stadt der Bundesrepublik. Bremen liegt an der Weser und ist zusammen mit Bremerhaven Freie Hansestadt. Berühmt sind die Bremer Stadtmusikanten, von denen ein Märchen der Brüder Grimm erzählt.
Bis zum Nachmittag sollte das insgesamt zehn Tonnen schwere Baugerüst auf die Domplatte geholt werden. Binnen zwei Wochen werde es zerlegt, erklärte Dombaumeister Michael Hauck. Es handele sich um ein "schwieriges Unterfangen", das "generalstabsmäßig vorbereitet" sei.
Kölner Dom: Millimeterarbeit gefragt
Das ist der Kölner Karneval: Kamelle, Bützsche und Dreigestirn
Angehende Jecken haben es nicht leicht im Karneval.
«Alaaf» und «Helau»: Der Schlachtruf «Alaaf!» ist vor allem im Raum Köln, Bonn und Aachen gebräuchlich. Er stammt wohl aus dem Kölschen «all af», was «über alles» bedeutet. In Düsseldorf oder Mainz feuern sich die Narren mit «Helau!» an, dessen Herkunft rätselhaft ist. «Narri Narro» oder «Juhu» tönt es im Südwesten.
Aschermittwoch: Am Ende der Karnevals- und Faschingszeit können sich die Menschen von den Strapazen der tollen Tage erholen. Im Kirchenjahr beginnt an diesem Tag die Fastenzeit zur Vorbereitung und Besinnung auf das Osterfest. Dabei wurde den Gläubigen Asche auf den Kopf gestreut.
Bütt: Von diesem Rednerpult werden humorige bis bissige Reden vorgetragen (Büttenreden). Häufig ähneln die Pulte einem Fass oder einer Tonne.
Bützen: Das «Bützje», ein harmloses Küsschen, ist ein alter Karnevalsbrauch. «Echte Kölsche Mädsche» lassen sich das gern gefallen - es verpflichtet zu nichts.
Dreigestirn: In Köln steht ein Dreigestirn von Prinz, Bauer und Jungfrau im Rampenlicht. Dabei wird «Ihre Lieblichheit» (die Jungfrau) immer von einem Mann dargestellt. In anderen Hochburgen von Karneval und Fastnacht gibt es ein Prinzenpaar mit einer echten Frau.
Funken- oder Tanzmariechen: In fast allen Vereinen schwingen junge Frauen in knappen Röcken die Beine. Höhepunkte ihrer Auftritte sind Gardetänze mit akrobatischen Einlagen.
Kamelle: Bei den Rosenmontagszügen werden Süßigkeiten in die Menge am Straßenrand geworfen. Allein in Köln sollen es mehrere hundert Zentner sein: (Karamell-)Bonbons, Schokolade, Pralinen und anderes.
Rosenmontag: An diesem Tag ziehen die Karnevals- und Faschingsprominenz auf Prunkwagen sowie maskiertes Fußvolk durch die Städte. Oft werden Politiker mit übergroßen Figuren verspottet. Der diesjährige «Rusemondaachs-Zoch» in Köln steht unter dem Motto «Jedem Jeck sing Pappnas». Die Mainzer sind «Dem Zeitgeist närrisch auf der Spur». Die Düsseldorfer meinen: «Hütt dommer dröwer lache».
Weiberfastnacht: Der Donnerstag vor Aschermittwoch gehört den Frauen. In vielen Städten stürmen sie die Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht. Männer müssen damit rechnen, dass ihnen die Krawatte abgeschnitten wird.
Der Kran wiegt rund 750 Tonnen. Denn alleine die Gegengewichte schlagen mit 204 Tonnen zu buche. Ganz oben mussten Bauarbeiter die Stahlseile des Krans an drei Punkten des Gerüsts befestigen. Dem Kranführer wurde Millimeterarbeit abverlangt.
Gerüst am Kölner Dom entfernt
Über Monitore koordinierte er seine Arbeit. Wäre das Gerüst ins Schwingen geraten, hätten zahlreiche Figuren zerstört werden können. Das Gerüst war 2002 für Sanierungsarbeiten am Nordturm der gothischen Kathedrale aufgebaut worden. dpa/AZ