Lai Changxing war als "Schmugglerkönig" bekannt geworden. Der 54-Jährige war Ende der 90er Jahre die Schlüsselfigur in einem der größten Korruptionsskandale in der Geschichte Chinas. 1999 setzte er sich über Hongkong nach Kanada ab. Nach einem zwölfjährigen Tauziehen war er aber im Juli vergangenen Jahres ausgeliefert worden. Offenbar gab es damals eine chinesische Zusage, dass er nicht zum Tode verurteilt werden würde.
Lai Changxing schmuggelte Öl, Autos und Zigaretten
Der frühere Chef der Yuanhua-Unternehmensgruppe in Xiamen soll in den 90er Jahren Öl, Autos, Zigaretten und andere Waren in zweistelliger Milliardenhöhe geschmuggelt haben.
Schmugglerkönig: 14 Mitbeschuldigte wurden in China hingerichtet
Über 300 Angeklagte, darunter Zollbeamte, Polizisten und hohe Funktionäre, wurde im Laufe der Ermittlungen gegen Lai Changxing ebenfalls verurteilt, darunter der ehemalige Vizeminister für öffentliche Sicherheit, Li Jizhou, und der frühere Chef des militärischen Geheimdiensts, Ji Shengde. 14 Mitverantwortliche wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. In Kanada hatte sich Lai Changxing unter Hinweis auf die ihm drohende Todesstrafe und die nach seiner Darstellung angeblich politisch motivierten Vorwürfe gegen seine Auslieferung gewehrt.
Ein Gericht in der südöstlichen Stadt Xiamen verurteilte den Schmugglerkönig jetzt zu lebenslanger Freiheitsstrafe. AZ, afp, dpa