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Libyen
20.05.2012

Lockerbie-Attentäter Megrahi ist tot

Der Lockerbie-Attentäter, hier auf einer Aufnahme von 2009, ist in Libyen gestorben.
5 Bilder
Der Lockerbie-Attentäter, hier auf einer Aufnahme von 2009, ist in Libyen gestorben.
Foto: Sabri Elmhedwi

Der Lockerbie-Attentäter Megrahi ist in Tripolis gestorben. Er war nach dem Anschlag auf ein US-Flugzeug mit 270 Toten verurteilt worden, jedoch vorzeitig freigelassen worden.

Der wegen des Lockerbie-Anschlags verurteilte und später freigelassene Libyer Abdelbaset al-Megrahi  ist tot. Megrahi starb am Sonntag im Alter von 60 Jahren in  Tripolis, wie sein Bruder Abdelhakim al-Megrahi sagte. Der libysche Agent war im Jahr 2001  als einziger für den Anschlag auf ein US-Flugzeug 1988 über dem  schottischen Lockerbie verurteilt, bei dem 270 Menschen starben.

2009 vorzeitig aus Haft entlassen

Megrahi war im August 2009 in Schottland vorzeitig aus der Haft  entlassen worden, weil Ärzte bei ihm Prostatakrebs im Endstadium  diagnostiziert hatten. Er hatte damals angeblich nur noch drei  Monate zu leben. Seine Freilassung stieß vor allem in den USA auf  harsche Kritik. Für besondere Irritationen sorgte, dass Megrahi bei  seiner Rückkehr nach Tripolis ein Heldenempfang bereitet wurde.

Megrahi war nach Angaben seiner Familie im April ins Krankenhaus  gekommen, weil er eine Bluttransfusion brauchte. Sein Zustand wurde  schon damals als "sehr ernst" beschrieben. Bereits im August vergangenen Jahres hatte die Familie zudem erstmals bestätigt, dass Megrahi im Koma lag.

Lockerbie-Attentat forderte 270 Opfer

Bei der Explosion einer Boeing 747 der US-Fluggesellschaft PanAm  über der schottischen Ortschaft Lockerbie Ende 1988 stammte der  Großteil der 270 Opfer aus den USA. Angeklagt wurde Megrahi 1991  auf Grundlage von Ermittlungen der britischen und der US-Polizei.

Nach jahrelangem diplomatischem Tauziehen wurden Megrahi und  sein Mitangeklagter Al Amin Chalifa Fhimah 1999 von Tripolis  ausgeliefert. Der Prozess begann im Jahr 2000 in Den Haag.  Hauptbelastungszeuge war damals ein Ladenbesitzer aus Malta, der  Megrahi als Käufer von Kleidungsstücken identifizierte, die später  in dem Koffer mit der Bombe gewesen sein sollen.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hatte Megrahi als Sicherheitschef  für die Libyan Arab Airlines auf Malta gearbeitet. Laut Anklage  sollte dieser Posten jedoch nur seine Tätigkeit für den libyschen  Geheimdienst verschleiern. Megrahi, der in den USA studierte und im  Prozess fließend Englisch sprach, zeigte sich erstaunt über den  Vorwurf der Agententätigkeit und beteuerte stets seine Unschuld.

Verurteilung zu lebenslanger Haftstrafe

Doch während Fhimah freigesprochen wurde, wurde Megrahi 2001 zu  lebenslanger Haft verurteilt. Später wurde die Strafe, die er im Greenock-Gefängnis in der Nähe von Glasgow verbüßte, auf mindestens  27 Jahre herabgesetzt.

Sein erster Versuch, das Urteil anzufechten, wurde 2002 abgelehnt. Im April 2009 legte Megrahi dann erneut Berufung ein,  vier Monate später wurde er aus humanitären Gründen begnadigt. Den schottischen Behörden wurde später vorgeworfen, dass Megrahi freigelassen wurde, um einen lukrativen Auftrag der libyschen Regierung an den britischen Ölkonzern BP nicht zu gefährden.

Gaddafi räumt 2003 offiziell Verantwortung ein

Das damals noch von Muammar al-Gaddafi beherrschte Libyen hatte  erst 2003 offiziell seine Verantwortung für das Lockerbie-Attentat  eingeräumt und 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro)  Entschädigung an die Hinterbliebenen gezahlt. Der Präsident des nach Gaddafis Sturz eingesetzten Übergangsrates, Mustafa Abdel  Dschalil, machte 2011 den Machthaber selbst für das Attentat verantwortlich. "Ich kann beweisen, dass Gaddafi den Befehl für Lockerbie gegeben hat", sagte er. afp/AZ

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