Lonesome George ist gestorben: Mit dem Tod der Galápagos-Riesenschildkröte Lonesome George ist die Welt um eine Species ärmer. Der weltweit letzte Vertreter der Unterart Geochelone nigra abingdoni starb am Sonntag (Ortszeit) mit mehr als 100 Jahren, wie der Galápagos-Nationalpark mitteilte. Der "einsame George" wurde nur 100
"Lonesome George" ist gestorben
Der langjährige Pfleger von Lonesome George ("Einsamer George"), Fausto Llerena, fand die tote Schildkröte demnach ausgestreckt "in Richtung ihres Wasserlochs" auf der Insel Santa Cruz. Eine Untersuchung sollte die Todesursache klären.
"Lonesome George": Letzter Vertreter seiner Art
Das berühmte Reptil wurde 1972 auf der Insel Pinta entdeckt und galt als letzter Vertreter der Unterart. Die Galápagos-Inseln etwa 1000 Kilometer vor der Küste von Ecuador gelten als Paradies für Schildkröten. Die Galápagosinseln im Pazifischen Ozean sind ein vielfach untersuchtes Experimentierfeld der Evolution.
Galapagos: Ganz besondere Flora und Fauna
Auf den abgelegenen Inseln hat sich eine ganz besondere Flora und Fauna entwickelt. Zu den nur dort vorkommenden - also endemischen - Arten zählen neben Riesenschildkröten auch Meerechsen, Leguane und Galápagosfinken. 1835 besuchte der Naturforscher Charles Darwin die Inseln. Seine Theorie von der Entstehung der Arten erhielt hier eine Reihe von Denkanstößen. Viele Tierspezies sind inzwischen aber ausgestorben. (afp, dpa, AZ)