Bei Attacken mit Schüssen und Blendgranaten sind im belgischen Lüttich Medienangaben zufolge zwei Menschen getötet worden, rund 64 weitere wurden verletzt. Es habe drei Täter gegeben, berichtete die Agentur Belga unter Berufung auf einen Polizisten. Sie seien mit einem Kalaschnikow-Gewehr und Blendgranaten ausgerüstet gewesen, meldete Belga weiter. Etwa zehn Schüsse seien gefallen. Laut der Lokalzeitung "La Meuse" wurde ein Kind lebensgefährlich verletzt.
Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga am Dienstag unter Berufung auf belgische Justizkreise berichtet, ist der mutmaßliche Urheber des tödlichen Anschlags von Lüttich ein mann, der bereits wegen waffenbesitzes verurteilt worden war. 2008 sei er zu fast fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden wegen Waffenbesitzes und dem Anbau von Cannabis. Der Staatsanwalt habe inzwischen die Zahl von zwei Toten und 64 Verletzten bestätigt. Die Situation in der Lütticher Innenstadt sei seit 15 Uhr wieder unter Kontrolle.
Anschlag in der Nähe des Weihnachtsmarktes
Den Medienberichten zufolge ereigneten sich die Angriffe am Mittag auf dem Hauptplatz der ostbelgischen Stadt, an dem der Justizpalast liegt. In der Nähe befindet sich zudem ein beliebter Weihnachtsmarkt - wegen des schlechten Wetters hatte der Bürgermeister jedoch beschlossen, die Öffnungszeit des Markts zu verschieben. Der private Fernsehsender RTL-TVI zeigte Bilder von Rettungswagen und einer Blutlache auf dem von der Polizei abgesperrten Platz.
Einer der Täter soll tot sein
Der genaue Ablauf der Angriffe sowie die Hintergründe waren zunächst unklar. Einer der Täter sei getötet worden, der andere sei in einen Anbau des Justizpalastes geflüchtet, berichtete Belga. Die Polizei dementierte laut Belga aber frühere Medienberichte, nach denen es eine Verfolgungsjagd gegeben hatte. Sie kündigte für den Nachmittag eine Stellungnahme an. afp