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Madeline Stuart: Model mit Down-Syndrom läuft bei der New York Fashion Week

Madeline Stuart

Model mit Down-Syndrom läuft bei der New York Fashion Week

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    Madeline Stuart, australisches Model mit Down-Syndrom, in einem Restaurant. Sie eröffnet die Show eines italienischen Modelabels auf der New Yorker Fashion Week.
    Madeline Stuart, australisches Model mit Down-Syndrom, in einem Restaurant. Sie eröffnet die Show eines italienischen Modelabels auf der New Yorker Fashion Week. Foto: Roseanne Stuart/dpa

    Die Ärzte im australischen Brisbane gaben ihr acht Jahre zum Leben. Die Diagnose: Down-Syndrom. Eine Genommutation, die sich auf das Aussehen und die geistigen Fähigkeiten auswirkt. 18 Jahre ist es nun her, dass Roseanne Stuart diese Diagnose nach der Geburt ihrer Tochter bekommen hat. Ende September läuft Madeline Stuart als Model bei einer Haute-Couture-Modenschau der New York Fashion Week über den Laufsteg.

    Das australische Model Madeline Stuart mit Down-Syndrom.
    Das australische Model Madeline Stuart mit Down-Syndrom. Foto: Erica A. Nichols/dpa

    Die Australierin ist 1,50 Meter groß und hat langes rotes Haar. Sie soll die Show des italienischen Modelabels "FTL Moda" in New Yorkl Grand Central Station eröffnen. Für die 18-Jährige geht damit ein Traum in Erfüllung. Vor einem Jahr begann sie sich für Mode zu interessieren und posierte vor der Kamera. Stuart genoss es im Mittelpunkt zu stehen. Allerdings zunächst nur vor ihrer Familie. Madeline Stuart wollte Model werden und begann zu trainieren. Innerhalb weniger Monate nahm sie fast 20 Kilogramm ab.

    Madeline Stuarts Vorbild ist Topmodel Tyra Banks

    Ihre Mutter war früher selbst ein Model. Sie unterstützte sie und organisierte ein professionelles Fotoshooting. Die Fotos, auf denen Stuart im orangefarbenen Bikini und bunten Sommerkleidern posiert, veröffentlichte sie auf Facebook - und hatte nur wenige Monate später Hunderttausende Fans. Danach folgten Fotoshootings für mehrere Mode- und Kosmetikmarken. Eine New Yorker Handtaschenfirma entwarf sogar eine eigene Kollektion für Madeline Stuart. Sie spendeten fünf Prozent des Gewinns von jeder verkauften Tasche an eine Down-Syndrom-Stiftung. "Wir wollen eine Marke kreieren, die Inklusion unterstützt und denjenigen Möglichkeiten eröffnet, die schon zu Beginn ihres Lebens an vermeintliche Karrieregrenzen stoßen", sagt "EverMaya"-Chef Damian Graybelle.

    Das US-Topmodel Tyra Banks ist das Vorbild der 18-Jährigen. "Ich bin ihr Fan. Sie glaubt an Inklusion und hat viel für die Modewelt getan", lässt Stuart über ihre Mutter ausrichten. Diese ist auch ihre Managerin. Stuart musste als Kind eine Herz-OP über sich ergehen lassen. Auch heute muss sie noch täglich Medikamente nehmen. Madeline Stuart ist schüchtern und redet nicht gerne mit Fremden.

    Für Madeline Stuart geht ein Traum in Erfüllung

    Die 18-Jährige ist nicht das erste Model mit Down-Syndrom auf der New York Fashion Week. Im Februar lief bereits Schauspielerin Jamie Brewer, die ebenfalls mit der Genommutation geboren ist, in New York über den Catwalk und bewies damit, dass die Top-Designer dieser Welt längst nicht mehr nur nach dem gängigen Schönheitsideal suchen. So eröffnete im Februar beispielsweise auch das Model Chantelle Brown-Young die Show der spanischen Modemarke "Desigual". Brown-Young hat die Vitiligo-Krankheit. Ihre dunkle Haut ist über und über mit weißen Flecken übersät.

    "FTL Moda" schickte bereits im Februar Models im Rollstuhl, mit Gehhilfen und Beinprothesen auf den Catwalk. Das Unternehmen kündigte vor wenigen Wochen auf der Facebook-Seite mit "größter Freude und Stolz" an, dass Madeline Stuart als Model mit Down-Syndrom nun die neue Show eröffnen wird. Für Stuart geht ein Traum in Erfüllung. Wenn sie in New York ist, will sie die Freiheitsstatue besuchen. AZ/dpa

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